Was als gewöhnliche Ausgehabend begann, soll im Dezember zu einem Gewaltausbruch in einer Diskothek in Brixen eskaliert sein. Auslöser soll laut Mitteilung der Carabinieri ein Hinweis des Sicherheitspersonals an eine Gruppe junger Gäste gewesen sein, die Lautstärke eines tragbaren Musikgeräts zu reduzieren. Die Jugendlichen sollen jedoch mit schweren Beleidigungen und Drohungen reagiert haben, wodurch sich die Situation rasch zuspitzte.<BR /><BR />Die Eskalation soll laut Zuschrift zu einer regelrechten Attacke ausgeufert sein: Steine und Flaschen sollen in den Innenhof des Lokals sowie gegen das Fahrzeug des Betreibers geworfen worden sein. Die Carabinieri konnten die mutmaßlichen Täter später identifiziert werden. Dabei halfen auch Personenkontrollen, die wenige Stunden zuvor wegen ähnlicher Störungen im Bereich der Oberschulen durchgeführt worden waren.<BR /><BR />Bei den Beschuldigten soll es sich laut Mitteilung um polizeibekannte junge Männer handeln, die schon zuvor aufgefallen waren. Die Behörden reagierten darauf mit einer doppelten Maßnahme. Einerseits erfolgte eine Anzeige auf freiem Fuß wegen gemeinschaftlich begangener Straftaten wie gefährlichem Werfen von Gegenständen, Bedrohung, Sachbeschädigung und Beleidigung, erschwert durch niedrige Beweggründe. Andererseits verhängte der Quästor auf Vorschlag der Carabinieri gegen die sieben Jugendlichen ein strenges „Willy-DASPO“: Die genannte Maßnahme untersagt den Betroffenen für die kommenden drei Jahre den Zutritt zur Diskothek sowie den Aufenthalt in deren unmittelbarer Umgebung. Darüber hinaus dürfen sie keine Bars, Bierlokale oder sonstigen Unterhaltungslokale in den angrenzenden Straßen aufsuchen.<BR /><BR />Durch das verwaltungsrechtliche Vorgehen könnten sozial gefährliche Personen rasch aus dem öffentlichen Umfeld entfernt und Gewerbebetriebe unmittelbar geschützt werden. Wie der Kommandant der Carabinieri-Kompanie Brixen betonte, sende die Anwendung dieser Maßnahme ein Signal gegen die Dynamiken von „Baby-Gangs“ und mache deutlich, dass in Brixen kein Platz für das Recht des Stärkeren sei.