Welchen Platz Südtirols Landeshauptstadt belegt, bei welchen Indikatoren sie gut und bei welchen sie eher schlecht abschneidet. <BR /><BR />Anhand der Daten des Portals für Wetterprognosen, „3BMeteo“, hat die Redaktion des „Il Sole 24 Ore“ die klimatischen Verhältnisse in allen 112 italienischen Provinzhauptstädten eine Rangliste mit 10 Indikatoren erstellt, die von Bari mit dem für die Lebensqualität besten Klima bis hin zu Belluno mit dem schlechtesten reichen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012386_image" /></div> <BR /><BR />„Nicht überrascht“ zeigt sich Landesmeteorologe Dieter Peterlin über Bozens Platz 16. „Schlecht schneidet Bozen eher bei den Parametern ab, die mit dem Meer zu tun haben“, erklärt der Wetterfrosch. <BR /><BR />So liegt Bozen beim Parameter „Sommerbrise“, die laut Peterlin stark von der Meeresluft bestimmt wird, auf Platz 105. Trotz der nördlicheren Lage, liegt die Südtiroler Landeshauptstadt aber auch bei diesem Parameter vor Trient (Platz 106).<BR /><BR /><embed id="dtext86-64073298_quote" /><BR /><BR /><BR />Was angesichts der nördlichen Lage auf den ersten Blick überrascht, sind die relativ häufigen Hitzewellen. „Die kühle Meeresluft erreicht die anderen Städte früher als Bozen, weshalb es besonders im Frühsommer zu Hitzewellen kommen kann“, so Peterlin.<BR /><BR />Die Trentiner Landeshauptstadt schneidet insgesamt deutlich schlechter ab – im Gesamtranking liegt sie auf Platz 57. <h3> Berge bieten Schutz vor Extremwetter-Ereignissen </h3>Besser als in Bozen ist das Klima in Trient nur in Bezug auf Nebel und sehr kalte Tage unter 3 Grad Celsius. Beim erstgenannten Parameter steht Trient sogar italienweit auf dem ersten Platz. <BR /><BR />„Nebel und Extremwetter-Ereignisse sind in Bozen selten – es gibt zwar immer wieder Gewitter, aber keine großen, organisierten Gewitterkomplexe wie etwa in der Poebene, wo häufiger Hagel und auch Tornados auftreten. Inmitten der Alpen sind wir von den Bergen relativ gut geschützt“, erklärt der Landesmeteorologe.