Um dagegen vorzugehen, prüfen die Gemeinden Ratschings und St. Leonhard nun die Einführung einer Maut auf der Passstraße. Die Details.<BR /><BR />Die Verkehrsbelastung an der Jaufenpassstraße ist sowohl für die Gemeinde Ratschings als auch für ihre Nachbargemeinde St. Leonhard in Passeier ein Problem. Der Verkehr nimmt immer weiter zu, besonders bei Motorradfahrern aus dem In- und Ausland ist die Strecke mit ihren vielen Kurven in der schönen Berglandschaft beliebt. <BR /><BR />„Es sind vor allem die Motorradfahrer, aber auch Sportwagen, die auf der Jaufenpassstraße oft viel zu schnell unterwegs sind“, berichtet der Bürgermeister von Ratschings, Sebastian Helfer. <h3> Lärmbelastung beeinträchtigt Lebensqualität</h3>Abgesehen von der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sorgen sie auch für eine beachtliche Lärmbelastung, die die Lebensqualität in den Anrainerdörfern wie Gasteig oder Kalch einschränkt. <BR /><BR />„Die Jaufenpassstraße ist geradezu eine Rennstrecke geworden. Sie ist im Ausland sehr bekannt, und es hat sich anscheinend herumgesprochen, dass man hier sein Vehikel bis zum Äußersten austesten kann“, meint Helfer. <BR /><BR />Nachdem Ratschings keine Ortspolizei habe, seien Kontrollen schwierig, und auch das habe sich unter Motorradfahrern herumgesprochen. <h3> Gemeinsam Studie in Auftrag gegeben</h3>Eine Aussprache zwischen den Gemeinden Ratschings und St. Leonhard hat gezeigt, dass beide dasselbe Ziel verfolgen: Um das Problem zu lösen, soll der Verkehr auf der Passstraße eingeschränkt werden. <BR /><BR />Dabei denken sie auch an ein Mautsystem. „Die Mauteinnahmen könnten für die ordentliche Instandhaltung der Straße verwendet werden, aber auch für Infrastrukturen in unseren Gemeinden“, so Helfer.<h3> Es wird darum gehen, das richtige Maß zu finden</h3>„Wir haben nun eine Studie in Auftrag gegeben, die eruieren soll, ob ein Mautsystem geeignet wäre und welche anderen Maßnahmen zur Einschränkung des Verkehrs auf der Jaufenpassstraße in Frage kommen. Dann werden die Gremien der beiden Gemeinden entscheiden. Vor allem wird es darum gehen, das richtige Maß zu finden“, sagt Helfer.<BR /><BR />Auch das Einvernehmen des Landes sei notwendig, da die Jaufenpassstraße, ehemals eine Staatsstraße, in die Zuständigkeit des Landes fällt.<BR /><BR /> Das Unternehmen Bergmeister GmbH aus Vahrn wird die Studie ausarbeiten, die Kosten von rund 19.000 Euro teilen sich die beiden Gemeinden.