Die Frau, die anonym bleiben möchte, war in den frühen Morgenstunden zu Fuß in der Nähe ihres Wohnorts unterwegs. Plötzlich tauchte ein ihr unbekannter junger Mann auf und näherte sich der 37-Jährigen. Als ihr etwas zu Boden fiel und sie sich danach bückte, sei der Fremde plötzlich direkt vor ihr gestanden. „Als ich wieder aufschaute, war er unmittelbar vor mir. Das Ganze ging so schnell“, schildert die Frau.<BR /><BR />Der Mann habe begonnen, sie zu bedrängen, sie an beiden Händen gepackt und festgehalten. Anschließend habe er sie im Gesicht geküsst und begrapscht. Die Frau hat sich verbal zur Wehr gesetzt und dem Mann unmissverständlich gesagt, dass sie nicht wolle, dass er sie küsse. Der Unbekannte habe dann von ihr verlangt, ihn ebenfalls zu küssen, und dabei angedeutet, dies könne eine weitere „Eskalation“ verhindern.<BR /><BR />Der Frau gelang es zum Glück, einen Moment der Unaufmerksamkeit des Mannes zu nutzen. Sie konnte sich aus seinem Griff befreien, stieß ihn weg und flüchtete in ihr nebenan geparktes Auto. Damit fuhr sie anschließend nach Hause.<h3> „Man rechnet in einem kleinen Dorf und in der Nähe des eigenen Zuhauses einfach nicht mit so etwas“</h3>Nachdem sie sich vom ersten Schrecken erholt hatte, erstattete die 37-Jährige bei den Carabinieri Anzeige wegen sexueller Belästigung. Diese versuchen nun, den mutmaßlichen Täter auszuforschen. Nach Angaben der Betroffenen handelte es sich um einen jungen Mann Anfang 20 mit Migrationshintergrund. Er habe gebrochen Italienisch gesprochen.<BR /><BR />Die Frau steht noch immer unter dem Eindruck des Geschehenen. Ihr geht es nach eigenen Worten nicht darum, Angst oder Panik zu verbreiten. Dennoch sei es ihr wichtig, andere auf den Vorfall aufmerksam zu machen. „Man rechnet in einem kleinen Dorf und in der Nähe des eigenen Zuhauses einfach nicht mit so etwas“, sagt sie. Gerade deshalb wolle sie anderen raten, auch in vertrauter Umgebung aufmerksam zu sein.