Donnerstag, 30. Juni 2016

Rauch und Hitze an Bord, dann stürzte die Egyptair ab

Noch immer ist unklar, warum genau die Egyptair-Maschine mit 66 Menschen an Bord am 19. Mai abstürzte. Nun haben Experten erste Ergebnisse der Auswertung des Flugdatenschreibers präsentiert. Auch der Stimmenrekorder könnte wertvolle Hinweise liefern.

Einige Wrackteile der Egyptair-Maschine, die vor 6 Wochen von Paris nach Kairo abgestürzt ist.
Einige Wrackteile der Egyptair-Maschine, die vor 6 Wochen von Paris nach Kairo abgestürzt ist. - Foto: © APA/AFP

Vor dem Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer am 19. Mai hat es Rauch an Bord gegeben. Die Auswertung des Datenschreibers habe bestätigt, dass sich auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte, teilte die ägyptische Untersuchungskommission am Mittwochabend mit. Somit stimmten die aufgezeichneten Daten der Blackbox überein mit früheren Funknachrichten.

Hohe Temperaturen und Ruß

Wrackteile aus dem vorderen Bereich des Flugzeugs zeigten außerdem Zeichen von hohen Temperaturen und Ruß. Was den Rauch verursachte, ist aber weiter unklar. Die Experten hoffen, durch die weitere Auswertung des Daten- sowie des Stimmenrekorders die genaue Unglücksursache klären zu können.

Der Airbus A320 war vor sechs Wochen mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Einen Notruf gab es nicht. Nach dem Absturz wurde über eine Explosion an Bord und einen möglichen Terroranschlag spekuliert, was die ägyptische Regierung jedoch zurückwies.

dpa

stol