Freitag, 03. Februar 2017

Raumfahrt: Russland fordert USA zur Kooperation auf

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat ihren US-Partner Nasa zu einem Strategiewechsel aufgerufen. Mit dem Machtwechsel in Washington gebe es die Gelegenheit für ein Umdenken zu einem „rationaleren, pragmatischeren und effizienteren Konzept“, sagte Roskosmos-Chef Igor Komarow am Freitag in Moskau.

Dabei bezog er sich auf Meinungsverschiedenheiten zwischen Nasa und Roskosmos bei Prestigeprojekten wie der Mond- und Marsforschung. Russland plant ein Mondprogramm und will bis 2030 Kosmonauten zum Erdtrabanten schicken – als wichtige Etappe auf dem Weg zum Mars.

Komarow sagte dem TV-Sender Rossija-24, die USA hätten 2015 Russlands Ideen zur Mondforschung nicht unterstützt. Washington wolle sich stattdessen auf einen bemannten Flug zum Mars konzentrieren.

Im Weltraum werden Brücken geschlagen

Zugleich sprach sich Komarow für eine engere Zusammenarbeit zwischen Nasa und Roskosmos aus. „Ich denke und hoffe, dass über den politischen Aspekt hinaus die Vernunft siegen und die Kooperation in der friedlichen Raumfahrt ausgeweitet wird“, betonte er.

Moskauer Funktionäre sagen seit langem, dass die Raumfahrt Brücken schlägt – der politischen Krise zwischen Russland und dem Westen zum Trotz. So forschen russische, westliche und japanische Raumfahrer dauerhaft gemeinsam auf der Internationalen Raumstation ISS.

dpa

stol