Altersheimbetten sind in Bozen Mangelware. Von einer „dramatischen Lage“ sprach Ulrich Graf Toggenburg, der als langjähriger Obmann der 'Sozialgenossenschaft zum Heiligen Vinzenz ' den Bau des Altersheimes in der Kapuzinergasse vorangetrieben und umgesetzt hat, vor einigen Monaten. In vielen Familien spielten sich „Tragödien“ ab, so Toggenburg. Nachdem ein Betten-Projekt in der Altstadt auf Eis gelegt worden war, gibt es nun Hoffnung, dass die Erweiterung doch umgesetzt werden kann.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1318782_image" /></div> <BR /><BR /> „Kurz nachdem ich den Vorsitz des Verwaltungsrates übernommen habe, haben mich Bürgermeister Claudio Corrarati und Vizebürgermeister Stephan Konder zu einem Gespräch im Rathaus empfangen, um über die Ausbaupläne der Stiftung zu sprechen. Dabei habe ich darauf hingewiesen, dass eine Erweiterung vor Ort von grundlegender Bedeutung ist – verbunden mit dem klaren Anspruch, sie auch umzusetzen“, betonte Corrado Finocchiaro im Gespräch mit Südtirol Online. Dass Bozen altere, sei eine Tatsache. „Weitere Heimbetten sind nötig. Es ist undenkbar, in dieser Hinsicht nichts zu unternehmen. Unser vorrangiges Ziel ist es, den Standort vor Ort zu erweitern und auszubauen.“<BR /><BR />Bei einem ersten Gespräch habe sich das zuständige Landesamt offen dafür gezeigt, die ursprüngliche Machbarkeitsstudie für einen Ausbau wieder aufzugreifen. „Die Gespräche sollten Ende Juni weitergehen. Nun geht es darum zu klären, wie diese Studie weiterverfolgt werden kann. Natürlich sind noch mehrere wichtige Punkte im Detail zu klären, etwa die Abstände zu den Nachbargebäuden sowie die Nutzung des weitgehend leerstehenden Gebäudes im Besitz der Gemeinde vor Ort, das abgerissen und neu errichtet werden müsste, um unser Heim mit den derzeit 38 Betten deutlich zu erweitern“, sagte der Jurist.<BR /><h3> „Dann bin ich überzeugt, dass sich das Projekt verwirklichen lässt“</h3><BR />Wegen verschiedener Vorgaben könnten statt der ursprünglich geplanten 80 wohl nur rund 76 oder 77 Betten möglich sein. Das sei aus seiner Sicht und wohl auch aus jener des Verwaltungsrats aber kein grundsätzliches Problem. „Ziel bleibt ein deutlicher Ausbau der Bettenanzahl, was der Stadt und den Familien eine spürbare Erleichterung bringen würde“, sagte der Präsident der Stiftung.<BR /><BR />Falls sich bei den Bemühungen zur Erweiterung herausstelle, dass es viele Einschränkungen gebe und Land und Gemeinde das Projekt nicht unterstützten, werde der Verwaltungsrat der Stiftung andere Überlegungen anstellen. „Aber ich glaube nicht, dass es so weit kommen wird. Wenn die von vom Land vorgebrachten Einwände berücksichtigt werden und alle Beteiligten, also Land und Gemeinde, zusammenarbeiten, dann bin ich überzeugt, dass sich das Projekt für eine Verdoppelung der Heimplätze vor Ort zum Wohl der gesamten Gemeinschaft verwirklichen lässt.“ <BR /><BR />Das sei ganz klar das Ziel und „der Prozess in diese Richtung ist bereits angelaufen. Von meiner Seite besteht der klare Wille, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“ Im Gespräch mit der Gemeinde habe er den Eindruck gewonnen, dass man dort sehr entschlossen sei, das Vorhaben weiterzuverfolgen. Und auch seitens der Provinz habe es keine ablehnende Haltung gegeben. <BR /><BR />„Man hat uns gesagt, dass man durchaus Möglichkeiten für das Projekt sehe. Noch geklärt werden müsse die Frage der Abstände zu den Nachbargebäuden. Die rechtliche Lage sei komplex, es gebe unterschiedliche Einschätzungen. „Bislang brachten Gespräche mit den Eigentümern keine Einigung, wobei der Dialog grundsätzlich offenbleibt“, unterstrich Finocchiaro.