Unter das Protokoll haben Regierungskommissär Valerio Valenti, Landeshauptmann Luis Durnwalder, Gemeindenverbandschef Arno Kompatscher, Hoteliers- und Gastwirteverbandspräsident (HGV) Walter Meister, Kaufleute-Präsident (HdS) Walter Amort und Federico Tibaldo vom Verband der Selbstständigen ihre Unterschrift gesetzt.Bisher waren Rausschmeißer lediglich für Diskotheken vorgesehen.Ein nicht bewaffneter KontrolldienstbeauftragterRegelmäßig gibt es Polemiken über die Sicherheit vor allem in der Landeshauptstadt, aber vermehrt auch in Brixen.Es gab Schlägereien in der Umgebung von Lokalen, die zu nächtlicher Stunde geöffnet sind – meistens war Alkohol im Spiel.Das Einvernehmensprotokoll sieht nun „das freiwillige Einstellen eines – nicht bewaffneten – Kontrolldienstbeauftragten in jenen gastgewerblichen Betrieben vor, die alkoholartige Getränke ausschenken“, vor, hieß es am Montag.Der sogenannte Rausschmeißer soll insbesondere den Gastwirten helfen, das Verhalten ihrer Kunden im Auge zu behalten und den Alkoholmissbrauch durch Jugendliche vorzubeugen.Weiteres Ziel: Eine Verbesserung der Lebensqualität in den betroffenen Gemeinden, etwa durch die Reduzierung von öffentlicher Ruhestörung und Vandalismus.Bezahlt werden die Rausschmeißer von den Betreibern selbst. Dabei ist geplant, dass auch mehrere Betriebe kooperieren können.Meister: „Rausschmeißer können nicht einschreiten“„Wir werden in zwei Gegenden starten: in Brixen und in Bozen“, so Walter Meister, der Präsident des HGV, „vielleicht auch in Meran.“ Die Aufgabe der Rausschmeißer sei es, junge Leute darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich nicht richtig benehmen. „Einschreiten können sie nicht wirklich.“ Allerdings könnten sie die Polizeikräfte alarmieren und mit ihnen kooperieren.Meister gibt sich jedoch zuversichtlich: „Ich glaube, allein die Präsenz wird schon einiges auswirken.“ Durnwalder: „Unsicherheit ist da“„Die Gefahr ist da, vor allem auch eine gewisse Unsicherheit“, schilderte Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag. „Nachdem man nicht bei jedem Lokal einen Polizisten hinstellen kann, ist es gut, dass die Betreiber versuchen, die Sicherheit zu gewährleisten, indem sie entsprechende gut ausgebildete Leute anheuern“, betonte Durnwalder.„Es ist dies die erste Initiative dieser Art in ganz Italien: Alle interessierten Kategorien werden Ausbildungskurse organisieren, an denen jene teilnehmen, die im Nebenerwerb als Sicherheitsleute arbeiten wollen. Sie werden vom Land ausgebildet“, informiert Durnwalder.Das Regierunskommissariat prüft nun die schrittweise Umsetzung des Protokolls und veranstaltet Bildungstreffen in den Schulen. Gemeinden müssen ihre Anträge auf Einstellung eines Kontrolldienstbeauftragten bei der Quästur einreichen.stol