Samstag, 29. September 2018

Ravensburg: 3 Menschen bei Messerangriff verletzt

Ein 19-Jähriger Afghane hat in Ravensburg 3 Menschen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Konstanz stach der Asylwerber am Freitag aus ungeklärten Gründen zunächst auf 2 Männer an einer Bushaltestelle ein und griff dann 50 Meter weiter einen weiteren Mann an.

Kriminaltechniker sicherten den Tatort. - Foto: APA (dpa)
Kriminaltechniker sicherten den Tatort. - Foto: APA (dpa)

Der Oberbürgermeister der deutschen Stadt, der zufällig mit 2 Mitarbeitern auf den Angreifer traf, forderte den 19-Jährigen demnach auf, das Messer fallen zu lassen, was der Mann auch tat. Unmittelbar danach wurde er von der Polizei festgenommen.

Bei den Opfern handelt es sich um 2 Asylwerber aus Syrien im Alter von 19 und 20 Jahren sowie um einen 52-jährigen Deutschen. Ein Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Es befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr, teilte die Polizei per Twitter am Samstagmittag mit. Festgenommen wurde ein 19 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan. Offen ist nach wie vor sein Motiv. Den Ermittlern zufolge gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat.

Der baden-württembergische Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) hat die Bürger nach der Messerattacke zum Zusammenhalt aufgerufen. „Wir lassen uns nicht von Menschen auseinanderdividieren, die diese furchtbare Tat nun für politische Zwecke missbrauchen und Hass und Häme über all jene ausschütten, die für Zusammenhalt in dieser Stadt standen und stehen”, sagte Lucha.

”Es ist selbstverständlich, dass der Täter mit allen in einem Rechtsstaat zur Verfügung stehenden Mitteln zur Rechenschaft gezogen werden wird. Gleichzeitig werden wir gerade jetzt nicht nachlassen, unsere Integrationsbemühungen in dieser Stadt und darüber hinaus fortzusetzen,” machte Lucha deutlich.

apa/ag.

stol