Dienstag, 15. September 2020

Razzia gegen 'Ndrangheta in Italien und Frankreich

Bei einer internationalen Razzia gegen die Ndrangheta, die Mafia in der süditalienischen Region Kalabrien, sind 46 Verdächtige festgenommen worden. Allein Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Genua führten zu 14 Festnahmen wegen Waffen- und Drogenhandels sowie Fälschung von Ausweisen.

46 Verdächtige wurden bei der Razzia festgenommen.
46 Verdächtige wurden bei der Razzia festgenommen. - Foto: © ANSA/POLIZIA
In Frankreich wurden weitere 32 Verdächtige festgenommen, unter anderem wegen Geldwäsche, Überfällen sowie Waffen- und Drogenhandels. Die Beschuldigten vertrieben Suchtgift in Ligurien, an der Cote d'Azur, in Belgien und in den Niederlanden. Im Rahmen der Ermittlungen wurden Besitztümer im Wert von 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt.

Die 'Ndrangheta gilt als die größte, mächtigste und verzweigteste kriminelle Organisation der Welt. Sie dominiert den internationalen Drogenhandel, verdient ihr Geld aber auch mit Waffen, Geldwäsche und durch Korruption. Experten schätzen, dass die 'Ndrangheta jährlich einen weltweiten Umsatz zwischen 50 und 100 Milliarden Euro macht.

apa

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