Dabei wurden laut Stadtpolizei mehrere Regelverstöße geahndet, unter anderem Missachtungen, die das Ausschank- und das Rauchverbot betreffen.Die Polizeikräfte rückten auch wegen nächtlicher Ruhestörung aus.Die Finanzpolizei nahm indes die Abrechnungen des „Ost-West-Clubs“ genauer unter die Lupe.Polizei begründet VorgehensweiseAuch Drogenkontrollen wurden durchgeführt. Dabei stellten die Beamten – laut Angaben der Stadtpolizei Meran – eine kleinere Menge an Drogen bei zwei Lokalgästen sicher. Die beiden Personen wurden der zuständigen Behörde gemeldet.Die Meraner Stadtpolizei betont am Montag in einer Aussendung, die koordinierte Polizeiaktion sei nach zahlreichen Klagen von Anrainern über Ruhestörung notwendig geworden.Außerdem sei der zuständige Stadtviertelrat beim Bürgermeister des Öfteren vorstellig geworden, damit dieser im Meraner Steinachviertel interveniere.Kritik von Mitglied des GemeinderatsKritik an der Vorgangsweise der Polizei kommt von David Augscheller, Gemeinderat von Rifondazione Comunista.„Eine solche Vorgangsweise ist mehr als bedenklich und dezidiert zu verurteilen, zumal sie, bewusst oder unbewusst, sowohl die Betreiber als auch die Mitglieder des Clubs kriminalisiert. Es sei in Erinnerung gerufen, dass der Ost-West-Club seit vielen Jahren bestrebt ist, das interethnische Zusammenleben in Meran und alternative kulturelle Initiativen zu fördern wie kaum ein anderer Verein“, betont Augscheller.Der Ost-West-Club sei ein autonomer und freier Ort, eine Bereicherung für die gesamte Stadt und als solcher sei er auch zu bewahren, so der Meraner Gemeinderat.Präsident des Clubs: „Wir lassen uns nicht länger schikanieren“ Der Präsident des Clubs, Michael Schwalt, betont, dass man sich nicht länger schikanieren lasse. „Uns gibt es seit 30 Jahren und es werden noch weitere 30 Jahre dazu kommen, dafür werde ich in meiner Funktion als 1. Diener dieses Vereins, mitsamt dem Vorstand und den zahlreichen anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern sorgen. Besuche beim Bürgermeister, der Stadt- und Finanzpolizei werden folgen, denn wir lassen uns nicht länger schikanieren, diskreditieren und diskriminieren“.Der Verein habe so manche Höhen und Tiefen durchlebt. „Jetzt, mit dem neuen Vorstand und den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, erlebe der Klub einen nie dagewesenen Aufschwung.Auch fragt Schwalt, ob die Steuergelder nicht sinnvoller eingesetzt werden könnten. „Diese 15 Beamten müssen ja schließlich auch bezahlt werden. Es ist einfach so, dass in den letzten Monaten verschiedene Stellen und Personen unserer Gesellschaft versuchen den Ost-West-Club in ein schlechtes und den Realitäten nicht entsprechendes Licht zu rücken, um deren alternative und kreative Kulturarbeit zu diskreditieren“. Schwalt unterstreicht - genauso wie Augscheller -, dass bei der Polizeiaktion "nichts gefunden" worden sei.joi