Mittwoch, 24. Februar 2016

Razzien gegen Hells-Angels-Mitglieder in Deutschland und Nordtirol

Wegen des Verdachts des Drogenhandels sind am Dienstag in Deutschland und Nordtirol Wohnungen sowie Clubhäuser der Motorradrocker Hells Angels durchsucht worden. In der Nähe von Innsbruck wurden dabei auch eine scharfe Schusswaffe und Munition sichergestellt.

Gegen die Motorradrocker Hells Angels gab es am Dienstag mehrere Razzien in Deutschland und Nordtirol.
Gegen die Motorradrocker Hells Angels gab es am Dienstag mehrere Razzien in Deutschland und Nordtirol. - Foto: © APA/DPA

Am 25. Jänner waren bei einem Österreicher in Baden-Württemberg 2,45 Kilo Kokain sichergestellt worden, teilten die deutschen Behörden am Mittwoch mit. Gegen den 68-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen. Nun wurde ein Drogenlieferant gefasst.

Der Österreicher war in Baden-Württemberg festgenommen worden, bestätigte ein Sprecher der Polizei Hamburg auf APA-Nachfrage. Aus welchem Bundesland der 68-Jährige stammt, war unklar.

In Innsbruck und im Bezirk Imst in Tirol wurden Dienstagfrüh Durchsuchungen zwei Wohnungen durchsucht, außerdem gab es eine Razzia in einem Clubhaus der Hells Angels im Bezirk Innsbruck-Land. Die Einsatzkräfte stellten eine scharfe Schusswaffe und Munition sicher.

Insgesamt standen am Dienstag rund 300 Polizisten im Einsatz, teilten die federführenden deutschen Behörden in Hamburg und Kiel mit. Hintergrund der Aktion waren seit August 2015 laufende Ermittlungen wegen mutmaßlicher Drogengeschäfte zwischen Mitgliedern der Hells Angels und ihrem Umfeld, die sich von Deutschland bis ins Ausland erstreckten.

Die Beamten verhafteten bei der Razzia den 51-jährigen mutmaßlichen Lieferanten der Sendung von 2,45 Kilogramm Kokain, die vor etwa einem Monat bei dem Österreicher sichergestellt worden war. Gegen den Deutschen hatten die Ermittler bereits im Vorfeld einen Haftbefehl beantragt. Bei den aktuellen Durchsuchungen wurden zwei Kilogramm Haschisch sowie kleinere Mengen anderer Drogen sichergestellt.

Rockerclubs wie die Hells Angels werden von der Polizei der Organisierten Kriminalität zugerechnet. Sie agieren demnach häufig als kriminelle und gewaltbereite Banden, die sich im Drogenschmuggel sowie im Rotlichtmilieu betätigen.

apa/afp

stol