Montag, 26. Juni 2017

Rechnungshof: Deeg und Schaller müssen zahlen

Das Urteil am Bozner Rechnungshof steht: Personallandesrätin Waltraud Deeg und der frühere Landespersonalchef Engelbert Schaller müssen mehr als 12.000 Euro zahlen. Der Grund: Auf der Suche nach dem neuen Generaldirektor des Landes hatten Deeg und Schaller eine Agentur mit der ersten Kandidatenauswahl beauftragt. Damit wurde laut der Staatsanwaltschaft Geld ausgegeben, das man sich mit einem landesinternen Auswahlverfahren hätte sparen können.

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Foto: © D

Das Unternehmen „Egon Zehnder International Spa“ wurde 2014 beauftragt, eine erste Auswahl an Kandidaten für die Stelle des Generaldirektors zu treffen. Anschließend führte Landesrätin Deeg persönliche Gespräche mit jenen, die es in die engere Auswahl geschafft hatten. Im September 2014 wurde Hanspeter Staffler aus 60 Kandidaten für den Posten auserwählt.

Während der Rechnungshof im April anprangerte, man hätte die Auswahl auch ohne eine Agentur treffen und somit Geld sparen können, pochte die Verteidigung unter Rechtsanwalt Marco Mayr darauf, dass durch die Beauftragung der Agentur sogar Geld gespart worden wäre. Mayr hatte damals betont, die Vorauswahl durch eine Agentur sei sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Am Montag wurden Waltraud Deeg und Engelbert Schaller zur Zahlung von 12.719,16 Euro verurteilt, aufgeteilt zu gleichen Teilen.

stol

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