Montag, 04. Juni 2018

Rechtliches Schlupfloch gefunden

Das rechtliche Schlupfloch, mit dem es Wolf und Bär, die Weidevieh oder gar Menschen gefährlich werden, an den Kragen geht, scheint gefunden. Mit einem Landesgesetz „zum Schutz von Berglandwirtschaft und Bevölkerung“ will man in Südtirol und im Trentino die Möglichkeit einer Entnahme schaffen. Landesrat Arnold Schuler bringt am Dienstag den entsprechenden Gesetzentwurf in die Landesregierung. Das berichten die "Dolomiten" am Montag.

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Foto: © shutterstock

Von einer generellen Aufweichung oder gar Aufhebung des Wolfsschutzes will man in Brüssel nach wie vor nichts wissen.

Allerdings sprach EU-Umweltkommissar Karmenu Vella jüngst einer Abordnung aus Südtirol, Österreich und Bayern gegenüber erstmals von „regional unterschiedlichen Lösungen“ in Sachen Wolfsschutz (wir haben berichtet).

Und genau eine solche soll Südtirol nun erhalten: ein eigenes Gesetz zum Großraubwild.

„In enger Absprache mit dem Trentino haben wir einen Entwurf erarbeitet, der für Bär und Wolf die Entnahme oder den Abschuss von Problemtieren vorsieht“, erklärt Landesrat Arnold Schuler.

Zusammen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, dessen Trentiner Amtskollegen Ugo Rossi, dem Trentiner Landwirtschaftslandesrat Michele Dallapiccola und SVP-Senator Meinhard Durnwalder hat Schuler seit Monaten nach einer Möglichkeit gesucht, wie man dem immer größer werdenden Problem Wolf und Bär Herr werden könnte.

Gefunden wurde sozusagen ein rechtliches Schlupfloch. 

D/em

stol