Freitag, 24. März 2017

Regenrekordwerte in Peru – Wellenforscher erwartet mehr Extreme

Das verrücktspielende Klima vor der Küste Perus hat dem südamerikanischen Land in einigen Regionen die höchsten Regenmengen in diesem Jahrhundert beschert.

Das verrücktspielende Klima vor der Küste Perus hat dem südamerikanischen Land in einigen Regionen die höchsten Regenmengen in diesem Jahrhundert beschert.
Das verrücktspielende Klima vor der Küste Perus hat dem südamerikanischen Land in einigen Regionen die höchsten Regenmengen in diesem Jahrhundert beschert. - Foto: © APA/AFP

Wie die Behörden mitteilten, sei es in den nordperuanischen Regionen Piura und Tumbes Mitte der Woche zu den stärksten Niederschlägen seit mindestens 18 Jahren gekommen.

Dabei wurden Mengen von bis zu 192,5 Litern je Quadratmeter in wenigen Stunden geführt. Die Stadt Sullana wurde überschwemmt, aus einem Armenviertel wurden Bewohner mit Hubschraubern gerettet.

Nach Angaben der Behörden sind durch Unwetter, Erdrutsche und Überschwemmungen inzwischen 84 Menschen ums Leben gekommen. Zudem gebe es rund 25.000 zerstörte und unbewohnbare Häuser sowie etwa 150 000 beschädigte Häuser, wie das Katastrophenzentrum mitteilte.

Das Klimaphänomen eines „Küsten-El-Nino“ kann noch bis Mitte April anormale Entwicklungen bringen. Das Pazifikwasser vor der Küste ist um 5,5 Grad wärmer als üblich – die Verdunstungen führen zu starker Wolkenbildung, die sich dann an den Anden als Tropenregen abregnen.

Ungewöhnlicher Wellengang führte zudem zeitweise zur Sperrung von 23 Häfen. Welche Faktoren vor der Küste Perus zum Tragen kamen, müssten nun Küstenforscher auf Basis von Daten untersuchen, sagte der Wellenforscher Norbert Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur.

apa/dpa

stol