Bildungsminister Giuseppe Valditara will die Vorgabe per Gesetzesdekret verbindlich machen. Eine entsprechende Obergrenze war bereits 2010 eingeführt worden. Sie wurde in Regionen mit einem hohen Anteil von Migranten jedoch häufig durch Ausnahmen überschritten. <BR /><BR />930.000 ausländische Kinder und Jugendliche besuchen die Schule in Italien. Das entspricht etwa 11,6 Prozent aller Schüler. Rund 607.000 von ihnen wurden in Italien geboren, etwa 323.000 im Ausland. Die geplante Regelung würde damit nur einen Teil der ausländischen Schüler betreffen.<BR /><BR />Besonders betroffen sind Schulen in Regionen mit einem hohen Anteil von Migranten. Dazu zählen unter anderem die Lombardei, Venetien und die Emilia-Romagna. In einzelnen Stadtteilen großer Städte ist der Anteil deutlich höher als im Landesdurchschnitt. Die Schulleitungen sollen die ausländischen Schüler auf verschiedene Klassen verteilen. <BR />Wenn dies nicht möglich ist, sollen die Schulbehörden andere Schulen in Wohnortnähe suchen. Der Vorsitzende des italienischen Schulleitungsverbands ANP, Antonello Giannelli, bezeichnete die Umsetzung als schwierig.<BR /><BR />Die Regierung plant zudem verpflichtende Italienischkurse für Eltern ausländischer Schüler, deren Kinder sprachliche Schwierigkeiten haben. <BR />Gewerkschaften fordern stattdessen zusätzliche Lehrkräfte für Italienisch als Fremd- beziehungsweise Zweitsprache sowie mehr Sprach- und Kulturvermittler. Parallel will die Regierung die Vorschriften zur Gesichtsverhüllung verschärfen.