Donnerstag, 26. Mai 2016

Reh verirrt sich nach Bozen: Sein Ausflug endet tödlich

Ein Reh, 1 Jahr alt, hat sich am Donnerstag nach Bozen verirrt. Aufgeschreckt und verängstigt lief das Tier durch Don Bosco, stundenlang. Am Ende verletzte es sich schwer. Auf der Fahrt ins Tierheim verendete die Rehgeiß.

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Archivbild - Foto: © D

Ein Reh irrt durch die Parma-Straße: Dieser Notruf erreichte die Bozner Berufsfeuerwehr am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr. Die Stadtpolizei hatte Alarm geschlagen.

Zusammen mit 2 Jagdaufsehern rückten 3 Wehrmänner aus. In der Straße angekommen, war das Tier nicht mehr aufzufinden. Die Einsatzkräfte durchsuchten das gesamte Viertel. Doch: Fehlanzeige. Vom Reh, das durch Bozen irren sollte, fehlte jede Spur. Die Einsatzkräfte brachen den Einsatz ergebnislos ab – um dann, nur wenige Stunden später, wieder auszurücken.

Denn gegen die Mittagszeit meldeten sich Passanten bei der Berufsfeuerwehr: Sie hatten das Reh in der Bari-Straße gesichtet und eingefangen, sagten sie. Wieder rückten die Einsatzkräfte aus – und wieder war das Tier bei Ankunft der Männer verschreckt und verängstigt Richtung Don Bosco davongelaufen.

Reh stürzt ab: Schwer verletzt

Verfolgt von Menschen, die dem Reh wohl nur Gutes und es einfangen wollten, irrte das Tier durchs Viertel – und sprang am Ende in der Bari-Straße über eine Hecke, geradewegs in den Abgrund. Denn hinter der Hecke befand sich eine Zufahrtsrampe, die allerdings 4 bis 5 Meter tiefer liegt. Das Reh stürzte auf den Betonboden und blieb dort liegen. Schwer verletzt. Mit dem Einsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr wurde es ins Tierheim Sill gebracht. Doch, Angaben des Tierheims zufolge, verendete die schwerverletzte Rehgeiß bereits auf der Fahrt dorthin.

stol

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