Dienstag, 13. Oktober 2015

Rehabilitation: Südtiroler kommen weiter nach Bad Häring

Für Südtiroler Patienten, die nach einem Unfall oder einem Schlaganfall schwere Lähmungen oder Amputationen erlitten haben, soll auch künftig die Möglichkeit einer Rehabilitation im Nordtiroler Zentrum Bad Häring bestehen.

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Foto: © LPA

Auf Antrag von Gesundheitslandesrätin Martha Stocker hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen, die Vereinbarung bis zum Jahresende 2018 zu verlängern.

Seit Anfang der 1980er Jahre wird ein Teil der arm- und beinamputierten Patienten aus Südtirol im Rehabilitationszentrum in Bad Häring in Nordtirol behandelt. Die Einrichtung gehört zum Verbund der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA und genießt einen guten Ruf was die Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit Querschnittlähmung, mit Amputationen von Gliedmaßen oder von Patienten mit Polytraumata angeht. Die geltende Vereinbarung zwischen Land Südtirol und der AUVA läuft mit Jahresende aus.

Damit Südtiroler Patienten, die infolge eines Unfalls oder von Traumata schwere Behinderungen erlitten haben, auch künftig in Bad Häring behandelt werden können, hat die Landesregierung am Dienstag eine Verlängerung der Vereinbarung mit der Reha-Einrichtung beschlossen.

"In Südtirol gibt es keine Einrichtung, die im Bereich der physischen Rehabilitation und der Wiederherstellung über eine so hohe Spezialisierung verfügt wie Bad Häring", so Landesrätin Martha Stocker, "daher möchten wir Patienten mit einer komplizierten oder komplexen Diagnose auch in den nächsten Jahren eine Behandlung in Bad Häring ermöglichen. Parallel dazu arbeiten wir aber daran, uns selbst ein Kompetenzzentrum zur Versorgung amputierter Patienten aufzubauen."
Das Zentrum Bad Häring verfügt über 136 Betten und nimmt jährlich etwa 1100 Patienten auf. Die Erstrehabilitation nach einer Gliedmaßenamputation dauert im Schnitt drei Monate. Der Tagessatz für eine stationäre Aufnahme beträgt derzeit rund 400 Euro.

stol

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