Reichhalter geht davon aus, dass am Samstag etwa 16.000 Pkw in Südtirol in Richtung Norden unterwegs sein werden. Normalerweise würden sich an einem solchen Tag 32.000 Fahrzeuge in Richtung Brenner bewegen – aber schätzungsweise die Hälfte der Verkehrsteilnehmer werden sich anders organisieren, glaubt der Brennerautobahn-Präsident: Sie werden Südtirol entweder großräumig umfahren oder ihre Fahrt verschieben.<BR /><BR />Aber auch wenn „nur“ halb so viele Autofahrer unterwegs sind: 16.000 Fahrzeuge über acht Stunden zu verwalten, ist eine große Herausforderung, betont Reichhalter. Er bringt ein Beispiel: Will ein Bürger am Samstag um 10 Uhr an einer Veranstaltung in Ridnaun teilnehmen, so gebe es keine Garantie dafür, dass dies eine leichte Sache wird, denn das Verkehrsaufkommen ab 7 Uhr in der Früh sei nicht einschätzbar. Man müsse damit rechnen, mindestens doppelt so lange unterwegs zu sein. „Schon ab 6 Uhr – bis 10.30 Uhr fährt man auf eigenes Zeitrisiko die Autobahn in Richtung Norden“, warnt Reichhalter.<BR /><BR />Zu Problemen könnte es am Samstag nicht nur für Autofahrer kommen, die auf der Autobahn oder der Staatsstraße nach Norden wollen, sondern auch in der Gegenrichtung. „Es kann sein, dass Autofahrer nicht auf die Autobahnauffahrten wie gewohnt raufkommen, um in den Süden zu fahren“, sagt der A22-Präsident. „Beispielsweise dann, wenn ein Grödner bei der A22-Einfahrt in Klausen auf die Brennerautobahn will, um in Richtung Bozen zu fahren – da wird er mehr Fahrtzeit bereits auf den Zufahrtsstraßen sowie im Bereich der Mautstation selbst einrechnen müssen“, meint Reichhalter.<BR /><BR />„Das ordentliche Straßennetz wird extrem belastet sein“, glaubt der A22-Präsident. Es ruft deshalb dazu auf, laufend die Verkehrsmeldezentrale zu konsultieren. Drastisch zuspitzen würde sich die Situation, wenn es in der Früh einen Unfall auf der A22 in Richtung Norden geben würde. „Dann wird es eine Katastrophe – auch wenn es nur ein Blechschaden ist“, sagt Reichhalter.<BR /><BR />Eine wichtige Rolle spielt das Wetter: Für Samstag prophezeit der Landeswetterdienst Temperaturen von 33 Grad in Bozen und 31 Grad in Brixen. „Jeder, der auf der Autobahn oder auf der Staatsstraße länger unterwegs ist, sollte sich mit Getränken versorgen und da ausreichend Vorrat dabei haben“, rät der A22-Präsident. <BR /><BR />Die Brennerautobahn habe sich mit der A13 wegen der Schließung und der Öffnung der Autobahn abgestimmt. Die Brennerautobahn AG werde aufgrund des Verkehrsaufkommens am Freitag und Samstag dann ihre Schlüsse für die folgenden Tage treffen.