Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich habe in den vergangenen Monaten vermehrt Beschwerden gegen ein italienisches Kreuzfahrtunternehmen erhalten, so das EVZ Bozen in einer Pressemitteilung am Mittwoch: Im Unterschied zu Deutschland seien Kreuzfahrten innerhalb derselben Kabinenkategorie in Österreich zu deutlich höheren Preisen angeboten worden.„Eine Familie aus Tirol wollte eine Mittelmeer-Kreuzfahrt mit Abfahrt am 11. Mai 2012 ab Venedig buchen; Preis bei Buchung über die österreichische Webseite 2499 Euro pro Person, bei Buchung über die deutsche Webseite nur 849 Euro pro Person, was einem stattlichen Preisunterschied von 1650 Euro entspricht“, so das EVZ Bozen in der Presseaussendung.Österreichische Konsumenten, die günstiger über die deutsche Webseite oder bei deutschen Reisebüros buchen wollten, sei die Buchung mit der Begründung verweigert worden, da dies nur mit einem Wohnsitz in Deutschland möglich sei.Unternehmen änderte VerkaufspolitikDie Kunden beschwerten sich beim EVZ in Wien – zu Recht, meint das EVZ Bozen. Denn: „Ungerechtfertigte Diskriminierungen aufgrund des Wohnsitzes oder der Staatsangehörigkeit sind seit der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie in der Europäischen Union verboten.“Die Beschwerden seien dann an das EVZ in Bozen weitergeleitet worden, dieses kontaktierte wiederum das italienische Kreuzfahrtunternehmen, das „nach der Intervention einlenkte und seine Verkaufspolitik änderte“.„Personen mit einem Wohnsitz innerhalb der Europäischen Union ist es nunmehr möglich, Kreuzfahrten dieses Unternehmens auch in anderen EU-Ländern als deren Heimatländern zu buchen“, so das EVZ Bozen in seiner Pressemitteilung.stol