Donnerstag, 09. Januar 2020

Reisekosten statt Gehalt: 600.000 Euro an Steuern hinterzogen

Die Finanzpolizei Bozen hat 165 Arbeiter in Südtiroler Firmen ausfindig gemacht, die ihr Gehalt teilweise über eine Reisekostenabrechnung erhielten. 1,5 Millionen Euro wurden so unbesteuert ausgezahlt.

Die Beamten der Finanzpolizei haben 165 Arbeitnehmer ausfindig gemacht, die ihre Löhne teilweise als Reisekosten bezogen.
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Die Beamten der Finanzpolizei haben 165 Arbeitnehmer ausfindig gemacht, die ihre Löhne teilweise als Reisekosten bezogen. - Foto: © Finanzwache

Wie die Finanzpolizei am Donnerstag in einer Aussendung erklärt, hatten insgesamt 6 Unternehmen in Bozen, Gargazon und Neumarkt gewisse Beträge nicht mittels Lohnstreifen vergütet, sondern als Kilometergeld verrechnet, wofür eine steuerliche Erleichterung vorgesehen ist.

Insgesamt wurden 165 Arbeitnehmer ausgeforscht, die monatlich rund 550 Euro als Reisekosten ausgezahlt bekamen, obwohl einige von ihnen nachweislich nicht einmal einen Kilometer für die Arbeit gereist waren.

Der Gesamtbetrag der auf diese Weise ausgezahlten „Löhne“ beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro, womit dem Staat rund 600.000 Euro an Steuern verlustig gingen.

Die Unternehmen sind in unterschiedlichen Sektoren tätig, darunter im Transportwesen, dem Textilgewerbe, dem Großhandel von Werkzeugmaschinen und auch der Obstwirtschaft.

Neben dem Arbeitsinspektorat wurden auch das Nationalinstitut für Soziale Fürsorge INPS, das Arbeitsunfallinstitut INAIL sowie die Agentur der Einnahmen verständigt.

stol