<BR /> Eine erste Zwischenbilanz zeigt, dass die Bürger das neue Angebot zu schätzen wissen und auch nutzen. Die ausgewählten Postämter haben bereits über 500 Dokumente ausgestellt. Spitzenreiter ist die Filiale in der Gemeinde Luttach. Deren Leiterin Rita Peron erzählt, weshalb das Reisepass-Angebot auf so reges Interesse stößt.<BR /><BR />Am Projekt der Post beteiligen sich insgesamt 103 Postämter in allen Teilen des Landes. Ziel sei es, den Bürgern einen einfachen und bequemen Zugang zu einem Reisepass zu bieten sowie gleichzeitig Wartezeiten zu verkürzen und die Behörden zu entlasten, heißt es vonseiten der Post. Über 500 Südtirolerinnen und Südtiroler haben das Angebot in den ersten fünf Monaten wahrgenommen. Zum Vergleich: Im Trentino, wo das Projekt schon seit neun Monaten läuft, sind über 2.000 Anfragen eingegangen.<BR /><BR />Die Südtiroler Gemeinden, in denen bislang die meisten Reisepässe beantragt wurden, sind Luttach, Sarnthein und Kastelruth. Während Sarnthein und Kastelruth jeweils 65 und 43 ausgestellte Reisepässe zählen, waren es in Luttach sogar 75 Stück. „Wir haben von Anfang an großes Interesse festgestellt“, teilt Rita Peron, Leiterin des Luttacher Postamtes auf Anfrage mit. „Während die Leute für den Reisepass früher teils bis nach Bozen in die Quästur fahren mussten, können sie nun alle Formalitäten ganz einfach in ihrer Heimatgemeinde erledigen.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1361499_image" /></div> <BR /><BR />Wer den Reisepass im Postamt beantragt, benötigt dafür seinen Ausweis, die Steuernummer und ein Passfoto sowie die Quittungen der Zahlungen, die für die Ausstellung des Reisepasses vorgesehen sind – insgesamt betragen diese 116,20 Euro. Die biometrischen Daten, also der Scan des Fingerabdrucks und des Gesichts, werden ebenso im Postamt erfasst. „Wir tragen alle nötigen Informationen zusammen und leiten sie dann an die Quästur weiter“, erklärt Peron das Prozedere. <BR /><BR />In der Quästur werden die Unterlagen überprüft und der Reisepass erstellt. Abholen kann man das Dokument dann aber wieder ganz bequem im Postamt, wo es nach Abschluss des Verfahrens hingeschickt wird. „Es gibt auch die Möglichkeit, sich das Dokument nach Hause zustellen zu lassen“, sagt Peron. „Diese Option muss bereits bei der Einreichung des Antrags ausgewählt werden.“ <BR /><BR />An den Mehraufwand durch das zusätzliche Angebot im Postamt hat sich Peron längst gewöhnt. Wie sie selbst erzählt, laufen die Anträge mittlerweile schnell und reibungslos ab. Jedoch gilt: „Wer den Reisepass beantragt, muss vorher einen Termin beantragen, sodass die Organisation bestmöglich gelingt“, so Peron. <h3> Italienweit über 280.000 Reisepässe ausgestellt</h3>Der Dienst um die Ausstellung des Reisepasses ist Teil des Projekts „Polis“ der italienischen Post. Auf Staatsebene nehmen knapp 7.000 Postämter in Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern teil. Auf ganz Italien verteilt haben die Postämter bereits über 280.000 Reisepässe ausgestellt. Die Nachfrage nehme weiter stetig zu, wie die Post in einer Aussendung mitteilt.