Mit rund 46,4 Millionen Pkw und Lkw verzeichnete die Brennerautobahn A22 im vergangenen Jahr so viele Fahrzeuge wie nie zuvor. Auch das laufende Jahr setzt diesen Trend fort: Bis Ende Juni wurden bereits mehr als 44,2 Millionen Fahrzeuge gezählt. Die Verkehrsteilnehmer legten dabei 2,5 Milliarden Kilometer zurück. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 waren es rund 5,3 Milliarden Kilometer. Diese Distanz entspricht etwa 132.250 Erdumrundungen auf Höhe des Äquators.<BR /><BR /><i>Klicken Sie sich durch die virtuelle Infografik:<BR /></i><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="6a51193d91172fd580478533" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genially.com/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR />Mehr Verkehr bedeutet jedoch nicht automatisch mehr Stau. Laut Daten des aktuellen Konzessionärs, der Brennerautobahn AG, konnten die Reisezeiten auf stark frequentierten Abschnitten deutlich verkürzt werden. Mussten Autofahrer an einem verkehrsreichen Tag Anfang Juni 2023 für die Strecke zwischen Brenner und Affi noch rund 180 Minuten einplanen, waren es an einem vergleichbar stark belasteten Tag Ende Mai dieses Jahres nur noch 125 Minuten.<BR /><BR /> „Um der hohen Verkehrsbelastung zu begegnen, haben wir gezielte Maßnahmen gesetzt“, versicherte der Geschäftsführer der Brennerautobahn AG, Diego Cattoni. Während der Hauptreisezeiten werde weitgehend auf Fahrspurverengungen verzichtet, Verkehrsteilnehmer würden frühzeitig über die Website und den Telegram-Kanal der A22 informiert und zusätzliches Personal sorge für ein effizienteres Verkehrsmanagement. „Zudem werden Baustellen nur nachts betrieben“, so Cattoni. An den 2.166 Baustellen, die bis zum Stichtag 30. Juni errichtet wurden, hatten 1.828 – also rund 84 Prozent – keinerlei Auswirkungen auf den Verkehrsfluss.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1334796_image" /></div> <BR /><BR />Neben einem möglichst reibungslosen Verkehrsfluss wurde auch der Klimaschutz thematisiert. Trotz des steigenden Verkehrs seien die Emissionen rückläufig. Zurückzuführen sei dies auf den wachsenden Anteil an Elektrofahrzeugen sowie den Ausbau der Wasserstoffmobilität entlang der Brennerachse. Auch das Reiseverhalten verändert sich. So war der verkehrsreichste Tag überraschenderweise nicht das Wochenende rund um den 15. August, sondern der 3. Oktober. <BR /><BR />„Die Saisonen erweitern sich und auch die Lust, mit dem Auto zu verreisen, nimmt zu“, erklärte Präsident der Brennerautobahn AG Hartmann Reichhalter. Für die Gesellschaft stehe dabei ein Grundsatz im Mittelpunkt: „Die Autobahn muss im Einklang mit den Bedürfnissen der Menschen stehen die sie nutzen und die entlang der Strecke leben“, so Reichhalter. Ziel sei es, Mobilität und Lebensqualität entlang der Brennerachse in Einklang zu bringen.<h3> Appell an Eigenverantwortung</h3> In puncto Sicherheit zeigt sich ein differenziertes Bild: Im ersten Halbjahr 2026 ereigneten sich auf der A22 insgesamt 377 Unfälle. Die Zahl der Verletzten lag zwar um 19 höher als im Vergleichszeitraum 2025, gleichzeitig gab es sieben Todesopfer weniger. „Bei den mehr als 37 Millionen Fahrzeugen, die die A22 in der ersten Hälfte des Jahres 2026 befahren haben, liegt die Unfallrate mit 14,54 auf einem historischen Tiefststand und damit fast nur halb so hoch wie der gesamtstaatliche Durchschnitt von 27“, zeigte sich Reichhalter zufrieden.<BR /><BR /> Mit Blick auf die bevorstehenden Reisewochenenden appellierte die Straßenpolizei an die Eigenverantwortung. Autofahrer sollten sich vor Fahrtantritt über die Website der A22 über die Verkehrslage informieren, ausreichend Zeit für ihre Reise einplanen und mit der nötigen Umsicht unterwegs sein. Gerade bei hohen Temperaturen sei es zudem wichtig, genügend Wasser und Verpflegung mitzuführen. „Nicht zuletzt die Totalsperre am 30. Mai hat uns gezeigt, dass sich mit einer guten Information der Verkehrsteilnehmer ein Verkehrschaos verhindern lässt“, sagte Andrea Straffelini, der Leiter der Verkehrspolizei Trentino-Südtirol und Belluno.