Der Anteil an unehelichen Geburten hat in den 27 EU-Staaten inzwischen den Rekordwert von 37,4 Prozent erreicht – das ist mehr als doppelt so viel wie vor zwanzig Jahren.Das geht aus dem neuen Jahrbuch der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor. 1990 erblickten nur 17,4 Prozent der Neugeborenen außerhalb einer Ehe das Licht der Welt.In Deutschland hatte 2010 fast jedes dritte Baby eine unverheiratete Mutter (33,3 Prozent). EU-weit ist der Anteil in Estland am höchsten (59,1 Prozent), am niedrigsten in Griechenland (6,9 Prozent).In Italien waren 2010 rund 25,4 Prozent der Kinder außerehelich, in Österreich 40,1 Prozent.Sehr hoch ist der Anteil der außerehelichen Kinder auch in Schweden (54,1 Prozent), in Bulgarien (54,1 Prozent), in Frankreich (53,7 Prozent), und in Belgien (47 Prozent).Immer weniger EheschließungenDen Gang zum Standesamt scheuen immer mehr Europäer. Auf den Standesämtern wurden 2010 nur noch 4,5 Hochzeiten auf tausend Einwohner gezählt – ein Tiefstand wie bereits im Vorjahr.In Deutschland trauen sich nur 4, 7 Prozent „Ja, ich will“ zu sagen. In Italien sind es noch weniger: Dort tun es nur mehr 3,6 Prozent pro tausend Einwohner.An der Spitze beim Glauben an die Institution Ehe liegt Zypern mit 7,9 Hochzeiten pro tausend Einwohner, gefolgt von den Niederlanden (6,2 Prozent).Am wenigsten Eheschließungen gab es in Bulgarien (3,2 Prozent) und in Slowenien (3,2 Prozent).stol