Mittwoch, 31. Januar 2018

Rekordschnee, Lawinen, Orkan: Das war der Jänner 2018

Rekordschnee, Lawinen, Gewitter und Orkan: Wettertechnisch liegt ein turbulenter Monat hinter Südtirol.

Foto: Landeswetterdienst
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Foto: Landeswetterdienst

„Im ganzen Land fiel überdurchschnittlich viel Regen und Schnee. In Teilen des Vinschgaus wurden sogar Niederschlagsrekorde gebrochen: So verzeichnete Schlanders mit 91 Litern/Quadratmeter nicht nur 5 Mal so viel Niederschlag wie normal, dies ist sogar der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1921“, berichtet Landesmeteorologe Dieter Peterlin.

Der Schnee erreichte seinen Höhepunkt am Abend des 22. Jänners mit der seltenen und höchsten Lawinenwarnstufe 5 im Nordwesten Südtirols: In Langtaufers gingen große Lawinen bis ins Tal nieder. Auf den Bergen lagen bis zu 2,5 Meter Schnee, im Tal (Melag) türmte sich der Schnee auf 162 Zentimeter, ebenfalls ein Rekord seit Messbeginn (1981).

Milder Monat

Trotz des vielen Schnees verlief der Jänner sehr mild, berichtet Peterlin. Die Temperaturen lagen rund 2 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Anders als im Dezember blieben längere Kältephasen aus. Die höchste Temperatur wurde am gestrigen Dienstag in Naturns mit 13,4 Grad Celsius gemessen, am kältesten war es am 20. Jänner in Welsberg mit -14 Grad. 

Mitten im Winter gab es auch Gewitter, am 9. Jänner wurden im Unterland und in den Dolomiten mehrere Blitze aufgezeichnet. Vor den Orkantiefs „Burglind“ und „Friederike“, die in Nord- und Mitteleuropa zum Teil große Schäden verursachten, blieb Südtirol verschont, nur auf den Bergen gab es hierzulande Orkanböen mit bis zu 174 Stundenkilometern auf der Schöntaufspitze im Ortlergebiet.

Februar bringt Kaltfront

„Wie geht es weiter? Mit dem Monatswechsel stellt sich auch das Wetter nachhaltig um, es geht zurück in den Winter“, weiß Peterlin. Am morgigen 1. Februar sorgt ein Genuatief zusammen mit einer Kaltfront für Regen und Schneefall, die Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter, kurzzeitig sogar eine Spur tiefer. Auf den Bergen fallen von West nach Ost zwischen 10 und 40 Zentimeter Neuschnee.

„Am Wochenende wird's wieder sonnig, es bleibt aber kalt.“

stol/liz

stol