Die Zahl jener, die monatlich Geld in Laborfonds, Plurifonds, Raiffeisen Offener Pensionsfonds oder Pensplan Profi überweisen, ist seit Ende vergangenen Jahres noch einmal um über 5000 Arbeitnehmer angestiegen.<BR /><BR /> Dass immer mehr Südtiroler für die Zeit im Ruhestand finanziell vorbauen, ist an und für sich eine gute Nachricht. Bei näherer Betrachtung der Zahlen zeigt sich aber deutlich: Frauen sind eindeutig benachteiligt. Während sich die Geschlechter unter den Einzahlenden nämlich beinahe die Waage halten, haben die Männer durchschnittlich weit mehr Kapital angespart als die Frauen. Sie haben im Schnitt beinahe 10.000 Euro weniger auf der hohen Kante als die Männer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="975274_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Oberhammer kennt den Grund dieser Diskrepanz. „Das hängt eindeutig mit den Gehältern zusammen“, sagt sie. Immerhin sind es meist Frauen, die in Teilzeit arbeiten und dadurch natürlich weniger verdienen als Männer, die Vollzeit arbeiten. Entsprechend niedriger fällt der Anteil aus, der in den Zusatzrentenfonds eingezahlt wird. <BR /><BR />Zudem würden Frauen vielfach in Bereichen arbeiten, in denen ohnehin niedrigere Löhne gezahlt werden als in anderen, so Oberhammer. „Dabei stellt sich schon die Frage, wieso ein Maurer mehr Gehalt bekommt als eine Friseurin. Immerhin sind es beides Handwerksberufe“, so die Vorsitzende des Beirates für Chancengleichheit. Seit Jahren fordert der Beirat für Chancengleichheit, dass die Lohnschere zwischen Mann und Frau geschlossen werden muss.<BR /><BR /><embed id="dtext86-62626533_quote" /><BR /><BR />Durch diese Situation sind Frauen nämlich gleich mehrfach benachteiligt: Der durchschnittlich geringere Lohn wirkt sich natürlich auf die Beiträge in die Rentenkasse aus. „Zumal mit dem neuen Rentensystem nur mehr ausbezahlt wird, was im Laufe eines Arbeitslebens eingezahlt wird, wirkt sich das bei Frauen deutlich aus“, sagt Oberhammer. Und durch das geringere Kapital im Zusatzrentenfonds fällt auch der Ausgleich der ohnehin niedrigen Rente für Frauen ebenfalls geringer aus als bei Männern.<BR /><BR />Um einen Ausgleich zu schaffen, bräuchte es endlich die viel propagierte bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Aber mir scheint, es geht eher rückwärts als vorwärts“, so Oberhammer. „Der Gleichstellungsaktionsplan muss unbedingt ins Koalitionsprogramm aufgenommen und dann rasch umgesetzt werden.“ Bleibt es bei der aktuellen Situation, besteht die Gefahr, dass immer mehr Frauen in der Altersarmut landen.<BR />