In den sozialen Medien erntet die Initiative des Hotels viel negatives Echo. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339545_image" /></div> <BR /><BR />Dabei handelt es sich bei diesem Heliport „um einen offiziell zugelassenen Landeplatz“, sagt Manfred Mussner, Leiter der Zivilen Luftfahrtsbehörde ENAC. Detail am Rande: Das Andreus ist auch nicht das einzige Hotel in Südtirol, das über einen eigenen Hubschrauberlandeplatz verfügt. Laut ENAC-Liste gibt es weitere sieben Hotellandeplätze.<BR /><b><BR />Dominik Alber</b>, <b>Bürgermeister von St. Martin</b>, Bürgermeister von St. Martin, hat gar einige Rückmeldungen von seinen Bürgern bekommen. „Sie wollen wissen, wer das genehmigt hat und warum man das tue“, sagt der Martiner Bürgermeister, obwohl das Hotel amtlich auf dem Gemeindegebiet von St. Leonhard liegt – aber räumlich nahe an St. Martin. „Wir haben so schon ziemlich viele Hubschrauber-Rundflüge, die Lärm machen. Dann kommt ein zusätzliches Lufttaxi nicht sonderlich gut an. Rettungs- und Transporthubschrauber werden von der Bevölkerung ohne weiteres akzeptiert, aber Spaßflüge oder Lufttaxis nur sehr ungern. Deswegen war dies auch der Tenor in der Ausschusssitzung vom Montag: Das wird von der Bevölkerung sicher schwer akzeptiert. Ich glaube, für die Tourismus-Akzeptanz in der Bevölkerung ist das nicht so gut“, so Alber. Die Gemeinde selbst hat hier leider keinerlei Kompetenz.<BR /><b><BR />Landeshauptmann</b><b> Arno Kompatscher </b> ist explizit: „Wir wollen das nicht und wollen es entsprechend regeln.“ Gemäß der jüngsten Autonomiereform habe Südtirol nun die Kompetenz für Umwelt und Ökosystem. „Dazu gehört auch der Schutz vor Lärm. Auf dieser Grundlage wollen wir ein Gesetz ausarbeiten und die neuen Spielräume nutzen, um diese Materie besser zu regeln. Bis jetzt konnten wir nur in Naturparks und Landschaftsschutzgebieten die Flugtätigkeit einschränken. Mit der Überarbeitung des Gesetzes versuchen wir zu erreichen, dass Freizeit- bzw. nicht notwendige Helikopterflüge im ganzen Land untersagt oder zumindest eingeschränkt werden. Notwendig sind natürlich alle Flüge, die für Rettung und Zivilschutz erforderlich sind und wo es beruflich nötig ist. Ausnahmen soll es für Filmaufnahmen usw. geben“, so Kompatscher. Das Land könne zwar nicht „in das Luftfahrtsrecht eingreifen, aber mittels Überarbeitung des Landesgesetzes soll auch erreicht werden, dass die Luftfahrtsbehörde ENAC diese Umweltvorgaben bei der Ausweisung von Landeplätzen berücksichtigen müsse“, meint Kompatscher.<BR /><b><BR />Florian Obkircher</b>, <b>Bezirksobmann des Hotelier- und Gastwirteverbandes (HGV),</b> weist darauf hin, dass „der HGV generell jedem seine unternehmerische Freiheit lässt. Der eine macht aus seinem Hotel ein Wanderhotel, der andere ein Radhotel und die Familie Fink setzt auf Sportwagen und auf Hubschrauber und hält alle Regeln ein. Sie holt damit zahlungskräftiges Publikum und bringt Geld ins Land. Generell sagt der HGV aber auch, dass man in die nachhaltige Richtung gehen und man bevölkerungsnah sein sein soll“. Auch ihm ist die negative Stimmung in den sozialen Medien nicht verborgen geblieben. „Hier wird ein Nischensegment angeboten, das der eine oder andere nutzen wird. Zum Glück ist es eine Nische. Es ist eine Gratwanderung“, so Florian Obkircher.<BR /><b><BR />Richard Fink</b>, <b>Chef des Resorts Andreus</b>, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.