<BR />Ressortdirektor Michael Mayr appelliert daran, dem neuen Modell etwas Zeit zu geben. „Wie jede grundlegende Neuerung braucht auch dieses Versorgungsmodell Zeit, um sich schrittweise weiterzuentwickeln und in der Bevölkerung zu etablieren“, betont er. <BR /><BR />Für Bürgerinnen und Bürger bestehe laut Mayr bereits heute eine klare Orientierung, welche Anlaufstelle je nach gesundheitlichem Anliegen die richtige sei. Mit einem landesweiten Leitfaden zur Gesundheitsversorgung wird aufgezeigt, wann die Notrufnummer 112, wann die Notaufnahme und wann das Gemeinschaftshaus oder der Hausarzt die richtige Anlaufstelle sind.<BR /><BR />Mit der geplanten Einführung der Gesundheitshotline 116117 (ab Herbst im Gesundheitsbezirk Bozen, Anm. d. Red.) werde dieses Informations- und Orientierungssystem weiter gestärkt, so Mayr. Die neue einheitliche Rufnummer soll einen zusätzlichen Zugang zur Gesundheitsversorgung schaffen und die Bevölkerung dabei unterstützen, für jedes Anliegen die geeignete Anlaufstelle zu erreichen.<h3> Hitze und Tourismus belasten Notaufnahme stark</h3>Was die steigenden Zugänge zu den Notaufnahmen anbelangt, so hat sich dieser Trend aus den vergangenen Jahren auch im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. „Die Daten der letzten beiden Monate Mai und Juni, als dann die ersten Gemeinschaftshäuser in Betrieb genommen wurden, zeigen beispielsweise in der Notaufnahme Bozen immerhin einen ganz leichten Rückgang der Zugänge“, resümiert Ressortdirektor Mayr. „Jedoch bleibt die Auslastung des Dienstes und das Patientenaufkommen mit 308 Patienten durchschnittlich am Tag – also einer alle fünf Minuten – unvermindert hoch.“<BR /><BR />Gerade dies zeige, welche wichtige Rolle den Gemeinschaftshäusern zukomme und dass sie als ergänzende Strukturen dringend zur Entlastung der Notaufnahmen benötigt werden. „In den ersten beiden Monaten ihres Dienstes haben auch die Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten in den Gemeinschaftshäusern regen Zulauf verzeichnet“, weiß der Ressortdirektor. Ohne das zusätzliche Versorgungsangebot wäre die Belastung der Notaufnahmen derzeit wohl noch höher <BR /><BR />Besonders das Gemeinschaftshaus Loew-Cadonna in Bozen zeige bereits das Potenzial des neuen Versorgungsmodells. Mit seinem breiten Angebot an fachärztlichen Ambulanzen sowie diagnostischen und therapeutischen Leistungen biete es den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Einzugsgebiet eine umfassende, wohnortnahe Versorgung.<BR /><BR />Alle Informationen zu den Gemeinschaftshäusern, den angebotenen Leistungen sowie die jeweiligen Standorte und Öffnungszeiten sind unter <a href="https://gesundheit.provinz.bz.it/de/einrichtungen-wohnortnahe-gesundheitsversorgung" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">diesem Link</a> abrufbar.