Donnerstag, 09. Dezember 2021

Restaurant muss schließen – Betreiber behauptet, „Botschafter“ zu sein

Einiges im Argen lag in einem Restaurant in Sand in Taufers und einer Bar in Luttach, die die Carabinieri von Bruneck am 8. Dezember zusammen mit der Sondereinheit NAS von Trient kontrolliert haben. Ursprünglich wollten die Beamten nur sicherstellen, dass die Anti-Covid-Bestimmungen eingehalten werden. Doch schließlich mussten sie mehrere Strafen ausstellen.

Teils skurrile Geschichten müssen sich die Carabinieri bei ihren Green-Pass-Kontrollen anhören.
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Teils skurrile Geschichten müssen sich die Carabinieri bei ihren Green-Pass-Kontrollen anhören. - Foto: © ANSA / GIUSEPPE LAMI
Einer Aussendung der Carabinieri ist zu entnehmen, dass sie in Sand in Taufers ein Restaurant im Zentrum kontrollierten.

Der Betreiber und Koch, ein 50-jähriger Einheimischer, verfügte nicht über den vorgeschriebenen Grünen Pass. Auch 2 Gäste, die im Lokal ihr Mittagessen einnahmen, hatten das Zertifikat nicht.

Daraufhin wurden 3 Strafen ausgestellt und der Betrieb für 5 Tage geschlossen. Der Eigentümer legte schließlich eine „eidesstattliche Erklärung“ vor, in der er erklärte, dass er die Autorität des italienischen Staates nicht anerkenne, und sich als eine Art Botschafter eines anderen Staates bezeichnete.

In weiterer Folge kontrollierten die Beamten eine Bar in Luttach. Dabei fanden sie Speck, Würste, Mehlprodukte und andere Fleischerzeugnisse im Wert von etwa 500 Euro ohne jegliche Etikettierung vor, die es erlaubt hätte, die Herkunft der Lebensmittel nachzuprüfen. Dies stellt einen Verstoß gegen die Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit dar.

Die fraglichen Lebensmittel wurden verwaltungsmäßig beschlagnahmt. Dem Betreiber der Bar droht eine Geldstrafe zwischen 500 und 3000 Euro wegen Nichteinhaltung der allgemeinen Hygienevorschriften.

stol