Samstag, 06. August 2016

Rettungsaktion für gestrandeten Elefanten in Bangladesch

Tierschützer haben am Wochenende einen neuen Anlauf zur Rettung einer schon vor Wochen in Bangladesch gestrandeten Elefantenkuh unternommen.

Verzweifelt versuchen die Umweltschützer die geschwächte Elefantenkuh (rechts oben im Bildhintergrund) zu retten.
Verzweifelt versuchen die Umweltschützer die geschwächte Elefantenkuh (rechts oben im Bildhintergrund) zu retten. - Foto: © APA/AFP

„Sie steht nun in eineinhalb Meter tiefem Flutwasser im Bezirk Jamalpur. Sie ist äußerst schwach“, sagte ein Tiermediziner am Samstag. Das wilde Tier traue sich nicht, das Wasser zu verlassen. Die Rettungsaktion werde von tausenden Schaulustigen behindert.

Von Herde getrennt

Die Elefantenkuh war Ende Juni nach schweren Überschwemmungen im indischen Bundesstaat Assam von ihrer Herde getrennt und von den starken Strömungen des Flusses Brahmaputra ins benachbarte Bangladesch mitgerissen worden. Seitdem irrte das Tier mehr als hundert Kilometer herum.

Tierschützer aus Indien und Bangladesch versuchen nun, den vier Tonnen schweren Elefanten zu betäuben und mit einem Kran in Sicherheit zu bringen. Dafür muss das Tier aber zunächst das Wasser verlassen.

Zustand der Elefantenkuh "ist sehr schlecht"

„Ihr Zustand ist sehr schlecht. Vergangene Nacht hat sie eine Strecke von zwölf Kilometern zurückgelegt, es aber weitgehend vermieden, an Land zu gehen wegen der Anwesenheit so vieler Menschen“, sagte der Forstbeamte Tapan Kumar Dey. Auch ein dressierter Elefant wurde ins Hochwassergebiet gebracht, um seinen Artgenossen aus dem Wasser zu locken.

Durch die Überflutungen und Erdrutsche während der Monsun-Saison kommen in Indien und in den Nachbarländern Nepal und Bangladesch jedes Jahr dutzende Menschen ums Leben. In diesem Jahr starben fast hundert Menschen in den indischen Bundesstaaten Assam und Bihar, in Bangladesch gab es 41 Tote.

apa/afp

stol