Stundenlange Wartezeiten in der Notaufnahme des Krankenhauses sollen bald der Vergangenheit angehören: In wenigen Tagen wird das erste von zwei Gemeinschaftshäusern in Bozen eröffnet. Dort werden einige Krankheitsbilder behandelt, die damit vom Spital ferngehalten werden sollen.<BR /><BR /><BR /> In Bozen wird es zwei Gemeinschaftshäuser geben. Das Erste wird am 15. Mai am Löw-Cadonna-Platz in der Amba-Alagi-Straße eröffnet, das zweite ist derzeit am Spital im Bau. „Der Übergang vom Ambulatorium für Grundversorgung an der Notaufnahme im Krankenhaus hin zum Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten verläuft nahtlos“, erklärte der Südtiroler Sanitätsbetrieb. <BR /><BR /><BR />Das Ambulatorium im Spital werde am 14. Mai zum letzten Mal seine Dienste dort anbieten, am Tag darauf öffne dann bereits das neue Ambulatorium am Löw-Cadonna-Platz. „Dort wird dann ein Großteil der Diagnostik zur Verfügung stehen, wie sie auch in der Notaufnahme im Spital genutzt wird“, erklärt Landesrat Hubert Messner. Es gehe dabei darum, die Gesundheitsversorgung noch näher zu den Menschen zu bringen.<BR /><BR /><BR />Grundsätzlich werden in den Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten dringende, jedoch nicht schwerwiegende gesundheitliche Probleme behandelt, für die eine rasche Abklärung zwar notwendig ist, die jedoch keinen Besuch der Notaufnahme erfordern. „Erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten bleibt aber weiterhin der eigene Hausarzt oder die eigene Hausärztin“, unterstreicht der Sanitätsbetrieb.<BR /><h3> Folgende Krankheitsbilder werden behandelt</h3><BR />Im AKD werden laut Sabes vor allem folgende Krankheitsbilder behandelt: Wundversorgung und andere Leistungen der Krankenpflege, Verletzungen oder Schmerzen an den Gliedmaßen, Hautrötungen, Insektenstiche, Fieber, „Hexenschuss“, Unterleibsschmerzen, kleinere Traumata, oberflächliche Verletzungen, Hautirritationen, Glieder- und Muskelschmerzen, Koliken, Grippesymptome, Schwellungen sowie Übelkeit oder Brechreiz. <BR /><BR /><BR />„Im Vergleich zu den Sprengeln bieten Gemeinschaftshäuser eine breitere Palette an Diensten und Gesundheitsangeboten. Diese reichen von Allgemeinmedizin, fachärztlichen Leistungen und Basisdiagnostik über krankenpflegerische Betreuung und Therapie-Leistungen bis hin zu Diensten des Sozialbereichs und Beratungsangeboten unterschiedlicher Natur“, so der Südtiroler Sanitätsbetrieb.