„Noch läuft es nicht ganz rund bzw. zu langsam, aber wir sind ja auch erst ganz am Anfang. Wenn das System mal funktioniert, dann wird es für Arzt, Patient und Apotheker eine große Erleichterung“, sagt Pilot-Apotheker Stephan Peer. <BR /><BR />Wenn Herr und Frau Südtiroler künftig von ihrem Hausarzt ein Medikament verschrieben bekommen, dann gibt es weder ein Papierrezept noch braucht der Patient eine eigene App auf dem Handy. Der Hausarzt lädt das Rezept stattdessen auf die EGA – und der Apotheker greift auf der EGA darauf zu.<BR /><BR />„Vorausgesetzt, der Bürger hat dieser Möglichkeit in den Datenschutzbestimmungen zugestimmt“, erläutert Apotheker Peer. Falls notwendig soll der Patient diese Zustimmung auch direkt in der Apotheke abgeben können, mit digitaler Unterschrift. Ist dies erfolgt, haben danach alle Apotheken auf dem Staatsgebiet die Möglichkeit, darauf zuzugreifen. <BR /><BR />„Der Patient bekommt mit diesem digitalen Rezept auf der EGA dann künftig völlig komplikationslos in jeder italienischen Apotheke das verschriebene Medikament“, so Peer. Und er bekommt eine Benachrichtigung, dass das Dokument angesehen wurde. Gerade so wie es auch der Fall ist, wenn der Hausarzt sich einen Befund auf der EGA ansieht. Natürlich hat auch jeder Bürger selber Zugang auf seine EGA: Das erfolgt über die Internetseite „MyCivis“, Rubrik EGA. Mit dem Spid oder der Gesundheitskarte kann man seine Akte einsehen. Bis das digitale Rezept über die EGA Standard wird, wird es allerdings noch ein wenig dauern.