„Es waren eine Zweiergruppe und eine Dreiergruppe unterwegs“, sagt Bergrettungschef Philipp Braunhofer. Die fünf Bayern waren am Karsamstag von Stubai aus auf den Wilden Freiger aufgestiegen, wo sich die beiden Gruppen trafen und kennenlernten. Dann wollten sie auf den Wilden Pfaff und von dort ins Stubaital abfahren. <BR /><BR />Doch daraus wurde nichts: Aufgrund des schlechten Wetters und der schlechten Sicht beschlossen sie, im Winterraum der Müllerhütte zu übernachten. Am Ostersonntag in der Früh war das Wetter aber noch schlechter als am Tag zuvor, weshalb dann Alarm geschlagen wurde.<BR /><BR />Nach Rücksprache mit der Bergrettungsstelle Neustift im Stubaital in Nordtirol wurde gegen 10.30 Uhr von Ridnaun aus ein erster Rettungsflug mit dem Notarzthubschrauber Pelikan 2 gestartet. Aufgrund von Nebel im oberen Bereich des Geländes konnten zwei Bergretter nicht direkt zur Gruppe geflogen werden und setzten den Weg mit Skiern fort. Die Gruppe befand sich auf etwa 2.700 Metern oberhalb eines Felsriegels und hatte dort – aus Sicherheitsgründen – angehalten.<BR /><BR />„Die fünf Männer fuhren selbst mit den Skiern von der Müllerhütte bis zum Auslauf des Gletschers ab, wo sie dann von den Bergrettern erreicht wurden“, sagt Braunhofer. Parallel dazu bereiteten zwei weitere Bergretter eine Abseilstrecke vor. Über diese konnten die fünf unverletzten Skitourengeher kontrolliert unter die Nebelgrenze auf Ridnauner Seite gebracht werden. <BR /><BR />Von dort erfolgte später der Rückflug ins Tal mit dem Rettungshubschrauber. Der eingeschränkte Sichtkontakt durch den Nebel erschwerte die Orientierung im Gelände, dennoch konnte der Einsatz zügig und sicher abgeschlossen werden.