Sonntag, 29. Januar 2017

Riesige Waldbrände toben weiter in Chile

Das Land bekommt die Flammen seit Tagen nicht in den Griff. Sie zerstören ganze Ortschaften. Die Regierung schließt Brandstiftung nicht aus.

Foto: © APA/AFP

Bei den anhaltenden Waldbränden in Chile sind bislang elf Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer zerstörte nach Behördenangaben fast 1100 Häuser. Die Brände gelten als die schlimmsten in der Geschichte des Landes.

Bis zum Samstagabend (Ortszeit) hatten die Flammen laut der Forstbehörde CONAF mehr als 3900 Quadratkilometer – das entspricht einer Fläche größer als Mallorca – erfasst. Die Behörden ermitteln wegen möglicher Brandstiftung.

„Wir kämpfen pausenlos gegen das Feuer“, sagte Präsidentin Michelle Bachelet. Es handele sich um eine noch nie gesehene Katastrophe. Betroffen waren der Süden und das Zentrum des südamerikanischen Landes. Viele Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Medienberichten zufolge waren die Rauchwolken bis in die Hauptstadt Santiago zu sehen.

dpa

stol