Montag, 25. Juni 2018

Risiko trotz Wolfszaun

34 Kilometer Wolfszaun werden in diesem Sommer 19 Almen in Südtirol zieren. So viele Anträge hat das Amt für Almbewirtschaftung im Zuge des Pilotprojektes zum Schutz des Weideviehs genehmigt. Bauern und Almbewirtschafter sind und bleiben skeptisch. „Aber uns bleibt ja nichts anderes übrig“, sagt Bergbauernvertreter Oswald Schwarz. Das berichten die "Dolomiten" in ihrer Ausgabe am Montag.

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Foto: © shutterstock

Der große Ansturm auf Herdenschutzzäune gegen den Wolf sei bislang ausgeblieben, heißt es etwa bei Agrocenter in Kardaun.

Und auch bei der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft ist der Absatz an Wolfszaun-Metern mehr als überschaubar.

Kein Wunder: So recht glauben an die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zum Schutz des Almviehs vor Wolfsrissen wollen Bauern und Almbetreiber nach wie vor nicht.

Dennoch ist es derzeit die einzige Möglichkeit. Zwar befasst sich der Landtag im Juli mit dem von Landesrat Arnold Schuler eingebrachten Gesetz, demzufolge der Landeshauptmann zur Sicherheit der Bergwirtschaft und der Bevölkerung Tiere entnehmen lassen kann.

Zumal es dafür aber ein positives Gutachten der obersten staatlichen Umweltschutzbehörde ISPRA braucht, glaubt niemand wirklich daran, dass auch nur ein Tier so schnell entnommen werden kann. Zudem braucht es für eine Entnahme den Beweis, dass etwas zum Schutz des Weideviehs unternommen wurde.

Bleibt also, trotz aller Zweifel an deren Wirksamkeit, nur die Möglichkeit, die Tiere mit einem sogenannten Wolfszaun zu schützen. „Da eine rasche Regelung zur Entnahme nicht in Sicht ist, bleibt uns ja nichts anderes übrig“, sagt Bergbauernvertreter Oswald Schwarz. 

"D"/em

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol