Alle 19 anwesenden Gemeinderäte, darunter auch zwei (erst seit wenigen Tagen) ehemalige Vertreter von Fratelli d'Italia, sprachen sich für die Aberkennung aus und würdigten damit die Geschichte von Riva, der Stadt der Märtyrer des 28. Juni - jener sechs Partisanen, die von den Nationalsozialisten aus ihren Häusern geholt und anschließend getötet wurden. <BR /><BR />Mit dieser Entscheidung geht der Gemeinderat von Riva del Garda einen anderen Weg als die Stadt Trient im vergangenen März. Dort hatten sich zwei Gemeinderäte enthalten und zehn keine Stimme abgegeben, sodass die erforderliche Vierfünftelmehrheit verfehlt wurde und die Ehrenbürgerschaft für Mussolini bestehen blieb. <BR /><BR />In der Gemeinde Carpi in der Emilia-Romagna ist vor drei Tagen ebenfalls die Ehrenbürgerschaft für Benito Mussolini aberkannt worden. Eingebracht wurde der entsprechende Antrag vom einzigen Gemeinderatsmitglied der Partei Forza Italia, das die Initiative im Gremium durchsetzen konnte.<BR /><BR />Im Unterschied zu der Abstimmung in Riva del Garda verlief die Entscheidung jedoch nicht ohne Widerstand. Die Vertreter von Fratelli d’Italia und Lega verließen während der Abstimmung den Sitzungssaal.