<b>Von Micaela Taroni<BR /></b><BR />Im Fall sind der Vater Gianni Di Vita und die ältere Tochter Alice der betroffenen Familie in Campobasso stundenlang von den Ermittlern befragt worden. Auch eine weitere Verwandte, eine Cousine der Familie, wurden am Mittwochabend noch überraschend befragt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1298910_image" /></div> <BR /><BR />Der Vater zeigte sich nach seiner Vernehmung gefasst, sprach jedoch von „unermesslichem Schmerz“ über den Verlust seiner Frau und Tochter. Sein Anwalt erklärte, sein Mandant habe alle Fragen beantwortet. Medienberichten zufolge stimmten die Aussagen von Vater und Tochter, die getrennt vernommen wurden, weitgehend überein, hätten die Ermittler aber nicht in allen Punkten überzeugt. Weitere Befragungen werden daher nicht ausgeschlossen.<h3> Experten vermuten den Einsatz eines externen Giftes</h3>Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst wegen fahrlässiger Tötung gegen fünf Ärzte ermittelt, da die Symptome der beiden Frauen zunächst als Magen-Darm-Erkrankung gedeutet worden waren. Nach einer raschen Verschlechterung des Gesundheitszustands und nahezu identischen Krankheitsverläufen kamen jedoch Zweifel auf. Experten vermuten inzwischen den Einsatz eines externen Giftes ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mutter-und-tochter-mit-rizin-vergiftet-arzt-schon-kleinste-mengen-toedlich" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Mehr dazu lesen Sie hier</a>).<BR /><BR />Hinweise auf Rizin sollen vom Giftinformationszentrum in Pavia gekommen sein. Die Substanz gilt als hochtoxisch und kann bereits in kleinsten Mengen tödlich wirken. Eine weitere Durchsuchung im weiterhin beschlagnahmten Wohnhaus der Familie ist geplant.<h3> Täter soll zu Heiligabend zugeschlagen haben</h3>Unter die Lupe genommen werden die von Antonella Di Ielsi zu Hause zubereiteten Gerichte, die am Abend des 23. sowie zum Mittag- und Abendessen an Heiligabend verzehrt wurden - einmal im Haus ihres Vaters und einmal in dem ihrer Schwiegermutter. Darunter befanden sich auch einige Gerichte, die zunächst an eine Lebensmittelvergiftung denken ließen. Die Ermittler durchforsten außerdem jedes Geschenk, das die Familie erhalten hat: Feinkostkörbe, Marmeladen- und Konfitürengläser. Die Vermutung ist, dass der Täter eines dieser Produkte kontaminiert haben könnte, in dem Wissen, dass es auf dem Tisch an Heiligabend landen würde.