Seine Aussage betrifft Essensreste, die nach Angaben der Familie nach einem Abendessen im Dezember 2025 entsorgt worden waren.<BR />Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Muscheln, die von einem Abendessen am 22. Dezember in einem Restaurant in Campobasso übrig geblieben waren. Sie wurden anschließend von der Familie Di Vita mit nach Hause genommen und dort möglicherweise noch am selben Abend oder am folgenden Tag gegessen.<BR /><BR />Der Vater und Ehemann der beiden Verstorbenen, Gianni Di Vita, hatte bei einer Vernehmung am 13. Jänner erklärt, er könne sich nicht sicher erinnern, wann die Muscheln zu Hause verzehrt worden seien. Er sei sich jedoch sicher, dass mögliche Reste am 24. Dezember mit dem Biomüll entsorgt worden seien. Am selben Tag sei auch der Plastikmüll abgeholt worden, darunter die Verpackung der Muscheln. Die Ermittler wollen klären, ob sich aus den Angaben zur Müllentsorgung weitere Hinweise auf eine mögliche Giftquelle ergeben. Ob die Muscheln tatsächlich mit dem Tod der beiden Familienmitglieder in Verbindung stehen, ist bislang nicht geklärt.<BR /><BR />Antonella Di Ielsi und ihre Tochter starben im Dezember 2025 in Pietracatella. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden sie mit Rizin vergiftet. Das hochgiftige pflanzliche Toxin kann bereits in kleinen Mengen lebensgefährlich sein. Woher das Rizin stammt ist noch ungeklärt.<BR />Inzwischen verzögern sich die Untersuchungsergebnisse aus Deutschland. <BR /><BR />Die zuständige Staatsanwaltschaft in Larino hat den deutschen Experten eine Verlängerung ihrer Untersuchungen um 30 Tage eingeräumt. Offizielle Ergebnisse aus den Untersuchungen des Robert Koch-Instituts in Berlin, das nach Rizin-Spuren sucht, werden frühestens Ende Dezember erwartet. Die Untersuchungen des Robert Koch-Instituts sollen dazu beitragen, die Herkunft des Giftes und mögliche Kontaminationswege zu untersuchen. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse bleiben zentrale Fragen des Falls offen.