Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurden in Campobasso erneut Blutproben bei den Angehörigen Gianni und Alice Di Vita entnommen. <BR /><BR />Die Proben sollen nach Deutschland übermittelt und vom Robert Koch-Institut in Berlin analysiert werden. Die Einrichtung gilt als eines der führenden Institute weltweit im Bereich toxikologischer Forschung, insbesondere bei der Untersuchung von Rizin. Parallel dazu hat ein gemeinsames italienisch-deutsches Expertenteam in Pavia mit der Auswertung bereits vorhandener Beweismittel begonnen. Diese stammen aus früheren Untersuchungen, bei denen im März erstmals Spuren von Rizin im Blut der Opfer festgestellt worden waren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1330725_image" /></div> <BR /><BR />Auch sichergestellte Lebensmittel aus den Wohnungen der Familie in Pietracatella werden nach Berlin gebracht. Insgesamt handelt es sich um rund 70 Proben. Ziel der Analysen ist es, mögliche Rückstände des Giftes in Nahrungsmitteln sowie in Haushaltsgegenständen wie Kleidung und Möbeln nachzuweisen.<BR /><BR />Darüber hinaus sollen die neuen Untersuchungen klären, ob bei den Überlebenden Antikörper gegen Rizin nachweisbar sind, was auf eine mögliche Aufnahme des Giftes hindeuten könnte. Die Staatsanwaltschaft Larino hat zudem angekündigt, dass ein weiterer Tatorttermin in den Wohnhäusern der Familie Anfang August stattfinden soll. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1330728_image" /></div> <BR /><BR />Die beteiligten Sachverständigen haben für ihre Auswertungen zunächst drei Monate angesetzt, die Ermittlungen könnten jedoch bis zu sechs Monate dauern.<BR /><BR />Auch die abschließenden Autopsieberichte verzögern sich erneut um einige Tage. Die Ermittlungen gelten als komplex und technisch anspruchsvoll, da zahlreiche Proben aus verschiedenen Quellen ausgewertet werden müssen.