Dienstag, 06. April 2021

RKI-Bericht: Vollständig Geimpfte können Virus kaum noch weitergeben

Mehr als gute Nachrichten: Vollständig Geimpfte können das Coronavirus laut Erkenntnissen des deutschen Robert-Koch-Institus (RKI) gut 2 Wochen nach der zweiten Impfung kaum noch weitergeben. Diese Erkenntnis hat nun auch Auswirkungen auf die deutsche Corona-Strategie.

In Südtirol sind erst 7,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Stand Freitag, 3. April).
In Südtirol sind erst 7,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Stand Freitag, 3. April). - Foto: © APA (dpa) / Matthias Bein
„Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen“, so heißt es im Bericht des RKI.

„Das Risiko könne durch weitere Vorgaben wie Selbstisolierung bei Symptomen sowie das weitere Einhalten der sogenannten AHA+L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske plus Lüften) zusätzlich reduziert werden“, heißt es in dem von RKI-Chef Lothar Wieler unterzeichneten Schreiben weiter.

Der Bericht ging auch an das deutsche Gesundheitsministerium. Aus Sicht des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn sind die RKI-Aussagen wichtig für die folgende Strategie: Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann nun bei Lockerungsschritten nach der dritten Corona-Welle bestimmte Freiheiten zurückbekommen. „Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssen nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne.“

In Südtirol sind erst 7,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Stand Freitag, 2. April).

dpa/stol

Schlagwörter: