Donnerstag, 22. Oktober 2020

RKI erklärt Südtirol zum Risikogebiet

Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) stuft Südtirol wegen der erneut stark gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen in den letzten Tagen als Risikogebiet ein.

Das RKI hat Südtirol zum Risikogebiet erklärt.
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Das RKI hat Südtirol zum Risikogebiet erklärt. - Foto: © shutterstock
Auf der Website des RKI wurde am Donnerstagvormittag die autonome Provinz Bozen, neben den italienischen Regionen Aostatal, Umbrien, Lombardei, Piemont, Toskana, Venetien, Latium, Abruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Emilia-Romagna und Sardinien als Risikogebiet genannt. In den genannten Gebieten ist die Inzidenz mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf 7 Tage, weshalb sie nun als Risikogebiete eingestuft wurden.

Laut RKI-Website sind „die neu ausgewiesenen Risikogebiete (damit auch Südtirol) wirksam ab Samstag, 24. Oktober 2020, um 0.00 Uhr.“

Das deutsche Auswärtige Amt warnt auf seiner Website vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Regionen Kampanien und Ligurien aufgrund hoher Infektionszahlen. Dies gilt ab Samstag auch für Südtirol und die weiteren oben genannten Regionen .

Das RKI erklärt außerdem, dass für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer, eine Quarantänepflicht bestehen kann.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich in Quarantäne begeben und das zuständige Gesundheitsamt informieren. Seit dem 8. August muss jeder und jede Einreisende aus einem Risikogebiet zudem einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder sich nach Ankunft innerhalb von 10 Tagen auf eine Corona-Infektion testen lassen. Wenn das Testergebnis negativ ist, kann die Quarantäne aufgehoben werden.

Kurz zuvor hatte das RKI eine Reisewarnung für ganz Österreich ausgesprochen mit Ausnahme von Kärnten. Auch die gesamte Schweiz wurde zum Risikogebiet erklärt.

stol

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