Mittwoch, 14. Dezember 2016

RoLa-Unfall von Wörgl: 3. Opfer außer Lebensgefahr

Nach der Flüchtlingstragödie mit zwei Toten am Bahnhof Wörgl in Nordtirol Anfang Dezember befindet sich das dritte Opfer außer Lebensgefahr. Der junge Mann aus Eritrea sei „wach“ und liege auf der Intensivstation, sagte ein Sprecher der Innsbrucker Klinik der APA.

Ein Mann und eine Frau, die sich auf einem Lkw-Waggon versteckt hatten, wurden vor 11 Tagen beim Verladen in Wörgl getötet, ein 3. Flüchtling wurde schwer verletzt.
Ein Mann und eine Frau, die sich auf einem Lkw-Waggon versteckt hatten, wurden vor 11 Tagen beim Verladen in Wörgl getötet, ein 3. Flüchtling wurde schwer verletzt.

Die beiden anderen Flüchtlinge waren ebenfalls beim Entladen eines Güterzuges der sogenannten Rollenden Landstraße (RoLa) überrollt worden (STOL hat berichtet).

Eine Obduktion ergab, dass die beiden illegal eingereisten Migranten nicht an einem Erfrierungstod starben. Laut Landeskriminalamt dürfte aber aufgrund der Kälte eine Beeinträchtigung vorgelegen haben.

Die genaue Identität der beiden Toten stand bisher nicht fest. Die bei ihnen gefundenen Gegenstände würden untersucht. Die Feststellung der Identitäten dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen und sich schwierig gestalten, so das LKA.

Der Zug der RoLa, die Lkw auf der Schiene transportiert, war am Abend des 2. Dezember um 20.04 Uhr vom Ausgangsbahnhof Verona gestartet und hatte von 22.19 bis 23.46 Uhr am Brenner einen Zwischenstopp eingelegt. Am Zielbahnhof Wörgl kam er am Samstag um kurz nach 1.00 Uhr an.

Wo die drei Flüchtlinge, die vermutlich versucht haben, nach Deutschland zu gelangen, auf den Zug gestiegen waren, war vorerst weiter unklar.

apa

stol