Der 52-Jährige, der am Samstag auch einen Stein gegen eine Statue des weltbekannten Brunnens geschleudert haben soll, wurde in der römischen Innenstadt verhaftet, nachdem er aufgrund von Videoaufnahmen der Tat identifiziert werden konnte.Der Mann, ein gebürtiger Römer, erklärte, er habe mit seinen Taten Aufmerksamkeit erregen wollen. Bei der Festnahme leistete er keinen Widerstand. Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno begrüßte die Festnahme des Vandalen und forderte eine beispielhafte Strafe. „Jedem muss klar sein, wie gravierend solche Taten sind. Wer ein Kunstwerk beschädigt, ist zu jeder Form von Gewalt fähig“, betonte Alemanno.Bei einem Vandalenakt waren am Samstag mit Steinen die Ohren eines großen Statuenkopfes des Brunnens „Fontana del Moro“ auf der Piazza Navona zerstückelt worden. Der Brunnen ist ein Werk des italienischen Bildhauers Gian Lorenzo Bernini (1598 bis 1680). Nach seiner Tat ließ der Mann die abgerissenen Marmorstücke fallen. Der Verantwortliche für den Denkmalschutz in Rom, Umberto Broccoli, versicherte, dass die beschädigte Statue des Bernini-Brunnens wieder in Ordnung gebracht werden könne.Die Stadt Rom will jetzt die Zahl der Videoüberwachungsanlagen erhöhen, die Tag und Nacht 107 archäologische Stätten, Monumente, Denkmäler und historische Villen beobachten sollen. Auch die Kontrollen in den Museen sollen verschärft werden, um Diebstähle zu verhindern. Die Kameras sollen unter anderem verstärkt auf den Trevi-Brunnen, auf das Forum Romanum und auf die Spanische Treppe gerichtet werden. „Die Gewissheit, das man aufgenommen wird, bremst Vandalen. Daher denken wir an ein System, das auch Touristen informiert, dass sie gefilmt werden“, hieß es aus dem Stadtrat. apa