Samstag, 24. April 2021

Rom: Demonstration für Ende der Corona-Vorschriften

Hunderte Personen haben sich am Samstagnachmittag an einer Demonstration in Rom beteiligt, um die Abschaffung der Corona-Vorlagen zu fordern. Die Demonstranten, darunter Gastronomen, Kulturschaffende und Touristiker, demonstrierten unter anderem für die Abschaffung des Impfzwangs für das Gesundheitspersonal und des nächtlichen Ausgangsverbots.

Zahlreiche Menschen haben in Rom am Samstag an den Protesten gegen die Corona-Vorlagen teilgenommen.
Zahlreiche Menschen haben in Rom am Samstag an den Protesten gegen die Corona-Vorlagen teilgenommen. - Foto: © ANSA / GIUSEPPE LAMI
Sie demonstrierten auch für die Abschaffung des Ausnahmezustands, der von der Regierung am Mittwoch bis zum 31. Juli verlängert worden war. Auf dem seit dem 31. Jänner 2020 geltenden Ausnahmezustand basieren mehrere geltende Corona-Restriktionen.

Als „Befreiungsmarsch“ bezeichnete die Demonstranten die Kundgebung, der sich Teilnehmer aus ganz Italien anschlossen. „Wir demonstrieren für die in der Verfassung verankerten Freiheit“, betonte eine Aktivistin. Die Demonstranten forderten den sofortigen Neustart aller Betriebe sowie angemessene Entschädigungen für die von den Lockdowns schwer betroffenen Wirtschaftssektoren.



Proteste gegen den „Impfzwang“

Krankenpfleger und Ärzte protestierten gegen den vor 3 Wochen eingeführten „Impfzwang“. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die sich in Italien nicht impfen lassen, werden künftig wenn möglich auf Stellen versetzt, an denen keine Ansteckungen stattfinden können. Sollte dies nicht möglich sein, werden sie bis 31. Dezember ohne Gehalt vom Dienst suspendiert.

Die Demonstranten, die eine „Widerstandsfront“ bilden wollen, skandierten Slogans gegen das „grüne Impfzertifikat“, das die Regierung für Reisen im Inland einführen will. Personen mit einem solchen Zertifikat sollen sich frei von einer Region in eine andere bewegen können, auch wenn diese rot oder orange ist. Das Zertifikat sollen Personen bekommen, die geimpft wurden, vom Coronavirus genesen sind oder einen negativen Test haben, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Italien unternimmt ab dem kommenden Montag (26. April) erste Schritte in Richtung eines Neustarts der Gastronomie, des Sports und der Kultur. Mit der neuen, am Mittwochabend verabschiedeten, Corona-Verordnung führt Rom nach wochenlanger Pause wieder Weiße und Gelbe Zonen für Regionen mit niedrigen oder moderaten Corona-Werten ein. In den Gelben Zonen dürfen Restaurants und Bars ab Montag wieder mittags und abends im Außenbereich Gäste an Tischen bedienen. Wie berichtet, geht Südtirol ab Montag einen Sonderweg.

ansa/apa