Gestartet ist Gebhards Vorstoß vor vielen Jahren mit der Unterschriftensammlung „Danke Mami“ in Südtirol: „Wir haben damals gemeinsam mit vielen Frauen- und Familienverbänden für dieses Anliegen 120.000 Unterschriften zusammenbekommen“, erinnert sie sich. Daraus hat sie dann einen Gesetzentwurf erarbeitet, der es jedoch in den vergangenen beiden Legislaturen nicht zur Behandlung geschafft hat. <BR /><BR />„Beim ersten Anlauf gab es so gut wie kein Interesse an so einem Vorschlag, beim zweiten Mal ist die Regierung gefallen, bevor der Entwurf behandelt werden konnte“, sagt Gebhard. Ob der dritte Anlauf ein Erfolg sein wird, muss sich erst noch zeigen. <BR /><BR />In der zuständigen Kommission der Kammer wurde ihr Entwurf als Basistext angenommen und für September sind bereits Expertenanhörungen anberaumt. Danach werden eventuelle Änderungsanträge in der Kommission behandelt und abgestimmt. Danach wäre der Weg frei fürs Plenum. <BR /><BR />Für Gebhard gilt es, die Zeit zu nutzen, um Unterstützung aus der Mehrheit zu gewinnen. Ihr Entwurf sieht vor, pro Kind ein Jahr und maximal fünf Jahre entweder für die Altersrente anzurechnen (dann könnten die Frauen entsprechend früher in Rente gehen) oder von Seiten des Staates für die entsprechende Zeit die Beiträge für die Frauen in die Rentenkasse einzuzahlen. <BR /><BR />Auch wenn es nur sechs Monate wären, könne das schon als erster erfolgreicher Schritt in die richtige Richtung gewertet werden. Wichtig sei zunächst die Einführung des Prinzips. „Mir geht es zum einen ganz konkret um einen Beitrag, das Risiko der Altersarmut für Frauen zu senken“, erklärt Gebhard. Aber es gehe auch darum, ein gesellschaftliches und politisches Bewusstsein zu schaffen: „Wir müssen unbezahlte Care-Arbeit monetär aufwerten, denn die wird für die ganze Gesellschaft geleistet.“