Freitag, 5. November 2021

Rom treibt Impfungen mit 3. Dosis voran

Die italienische Regierung treibt die Impfkampagne mit der dritten Dosis für Menschen im Alter von über 60 Jahren voran, während die Infektionszahlen wieder steigen.

Francesco Figliuolo, Roberto Speranza und Franco Locatelli bei der heutigen Pressekonferenz. - Foto: © ANSA / FABIO FRUSTACI

Bis Ende dieses Jahres könnten fast zwölf Millionen Italiener eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nach Angaben der italienischen Gesundheitsbehörden wurden bis Mittwoch bereits 1,69 Millionen dritte Dosen gespritzt.

Der Präsident des Obersten Gesundheitsinstituts CSS, Franco Locatelli, erklärte unterdessen, dass die Impfungen noch bis Ende dieses Jahres für die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen beginnen könnte. „Es handelt sich um einen absolut sicheren Impfstoff“, versicherte Locatelli.

Die Einführung der Impfung für Kinder dieser Altersgruppe muss noch von der europäischen Arzneibehörde EMA genehmigt werden. Die US-Behörden haben schon Grünes Licht für den Anti-Covid-Impfstoff von Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegeben.

Gesundheits-Staatssekretär Pierpaolo Sileri schloss aus, dass es zu einer allgemeinen Impfpflicht in Italien kommen könnte. „Wir denken nicht an eine Impfpflicht, weder im pädiatrischen noch im Erwachsenenbereich. Das betone ich“, so Sileri.

In Italien besteht eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie für alle Mitarbeiter von Seniorenheimen. Seit dem 15. Oktober gilt eine 3G-Pflicht für alle italienischen Arbeitnehmer. Die Maßnahme ist umstritten. Protestaktionen gegen die 3G-Pflicht sind morgen (Samstag) in Mailand und in mehreren anderen Städten geplant.

Der italienische Präsident Sergio Mattarella erhielt den dritten Stich im römischen Krankenhaus „Lazzaro Spallanzani“, berichteten italienische Medien. „Alles ist gut gelaufen, es gab keine Nebenwirkungen. Wir freuen uns, den Staatspräsidenten geimpft zu haben, der einmal mehr sein Engagement für die Impfkampagne bewiesen hat“, sagte der Direktor des Spallanzani-Krankenhauses in Rom, Francesco Vaia.

apa/stol

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