Mittwoch, 19. Oktober 2016

Roms Bürgermeisterin will Kutschen aus der Stadt verbannen

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi will die bei Touristen beliebten Kutschen abschaffen. Sie seien bei dem vielen Verkehr in Rom ungeeignet, hat der Präsident der Umweltkommission des Gemeinderats, Daniele Diaco, die Neuerung angekündigt.

Bald soll es keine Pferdekutschen mehr in Rom geben.
Bald soll es keine Pferdekutschen mehr in Rom geben. - Foto: © shutterstock

Etwa 10.000 Unterschriften haben vier Tierschutzverbände zuletzt bei der Gemeinde abgeliefert. Damit wollen sie bewirken, dass die noch etwa 50 Pferde pensioniert werden. Nicht nur in einem heißen Sommer würden sie leiden. Die Misshandlung von Tieren schade dem Image der Stadt. Tierschützer glauben, dass die Fiaker die Pferde dopen würden, damit sie im Sommer die Anstrengung und die Temperaturen von über 35 Grad aushalten. Öfters waren zuletzt Pferde auf der Straße zusammengebrochen.

50 Kutscher gibt es noch

Die Kutschen wollen jedoch nicht aufgeben und auch nicht, wie vorgeschlagen, auf elektrisch betriebene Kutschen umsteigen. Die 50 Kutscher kämpfen täglich um die Gunst der Touristen – vor 30 Jahren waren es noch mehr als dreimal so viele. Die motorisierte Konkurrenz durch Taxis, Touristenbusse und Leihmopeds ist aber nicht nur schneller, sondern auch viel billiger.

apa

stol