Freitag, 24. April 2020

Roms U-Bahnen testen Abstandseinhaltung

Roms öffentliche Nahverkehrsgesellschaft ATAC hat am Freitag erstmals rigorose Abstandmaßnahmen getestet, die in Hinblick auf die Auflockerung der Ausgangssperre in Italien ab dem 4. Mai eingeführt werden sollen.

In Rom wurden Corona-Maßnahmen in der U-Bahn getestet. (Symbolbild)
In Rom wurden Corona-Maßnahmen in der U-Bahn getestet. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock
Die Maßnahmen wurden in der U-Bahn-Station San Giovanni im Zentrum der italienischen Hauptstadt von 7.00 bis 10.00 Uhr getestet.
Personal der ATAC-Gesellschaft kontrollierte, dass die Passagiere Schutzmasken trugen und den Sicherheitsabstand einhielten.

Auf den Bahnstegen wurden blaue Punkte geklebt, um Fahrgästen bei der Einhaltung des Abstands zu unterstützen. Lautsprecher erinnerten an die Notwendigkeit, sich an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten.
Wegen der rigorosen Kontrollen kam es zu einem verlangsamten Zugang zur U-Bahn-Station, was Proteste unter den Fahrgästen auslöste, berichteten römische Medien. „So wird man künftig eine U-Bahn um 5.00 Uhr nehmen müssen, um rechtzeitig zum Arbeitsplatz zu kommen“, beschwerte sich eine Passagierin.

Die Stadt Rom will die Römer ermutigen, verstärkt auf Fahrräder als alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zu setzen. „Das nächste Hilfspaket wird Anreize für den Erwerb von Fahrrädern, E-Bikes und Tretrollern enthalten“, kündigte Verkehrsministerin Paola De Micheli an.

apa

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