Freitag, 03. April 2020

Rosenaktion der Südtiroler Krebshilfe abgesagt

Die Spendenaktion „Eine Rose für das Leben“ der Südtiroler Krebshilfe, die traditionellerweise in der Osterzeit stattfindet, muss abgesagt werden. Damit geht auch eine wichtige Einnahmequelle für die Vereinigung verloren.

Die Spendenaktion ist eine der wichtigsten Einnahmequellen  für die Südtiroler Krebshilfe.
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Die Spendenaktion ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Südtiroler Krebshilfe. - Foto: © Südtiroler Krebshilfe
Seit Anfang der 1980er Jahre führt die Südtiroler Krebshilfe im ganzen Land die Aktion „Eine Rose für das Leben“ durch. Meistens nach der Ostermesse bieten viele freiwillige Helfer der Südtiroler Krebshilfe an eigenen Ständen auf den zahlreichen Kirch- und Dorfplätzen des Landes Rosen gegen eine symbolische Spende an.

Im Laufe der Jahre gewann die Aktion immer mehr an Beliebtheit. Zahlreiche freiwillige Helfer unterstützten die einzelnen Bezirksstellen der Krebshilfe bei der Durchführung und für viele Menschen ist der Erwerb der Rosen nach dem Kirchgang ein Teil der Osterfeierlichkeiten. So entwickelte sich die Initiative als wichtiges Zeichen der Solidarität und sensibilisiert zudem die breite Öffentlichkeit für die Anliegen der an Krebs erkrankten Menschen und deren Familien.

Zum anderen stellt die Spendenaktion auch eine der wichtigsten Einnahmequelle für die Vereinigung dar: Mit dem Erlös finanzierte die Südtiroler Krebshilfe zahlreiche Hilfsleistungen und Angebote für die Betroffenen. Heuer muss die beliebte Aktion jedoch aufgrund der bestehenden Situation leider abgesagt werden: „Wir bedauern es sehr, dass wir zu Ostern die Initiative nicht durchführen können, doch der Schutz der freiwilligen Mitarbeiter und der Spender steht im Vordergrund und die gesetzlichen Regelungen lassen die Durchführung dieser Spendenaktion nicht zu“, erläutert Ida Schacher, Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe.

Die nun fehlenden Spenden reißen selbstverständlich auch ein tiefes Loch in die Vereinskasse: „Die Spendengelder fehlen uns nun für die Finanzierung von zahlreichen Hilfsleistungen für unsere Mitglieder. Wir bitten daher um Verständnis, wenn wir heuer einige der Angebote und Maßnahmen für die Krebspatienten nicht in vollem Ausmaß durchführen können oder ganz streichen müssen. Wir bedauern dies sehr“, so Ida Schacher.


stol