Die Rosskopf Mountain GmbH hat für ihr seit Jahren geplantes Hotelprojekt am Rosskopf nun einen Bauantrag bei der Kommission für Raum und Landschaft der Gemeinde Sterzing eingereicht. Demnach soll anstelle des ursprünglich geplanten Vier-Sterne-Hotels ein kleineres Ein-Stern-Hotel entstehen. Das Bauvolumen wurde gegenüber früheren Planungen stark reduziert.<BR /><BR />Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Helmut Messner von der Rosskopf Mountain GmbH auf etwa zwölf bis 15 Millionen Euro. Das geplante Hotel sei als Familienhotel ausgelegt. Die Ein-Stern-Klassifizierung sei als vorläufig anzusehen.<BR /><BR />Die Gemeindekommission für Raum und Landschaft hat dem Projekt zugestimmt. „Als Auflage hat die Kommission den Nachweis von genügend Parkplätzen gemacht. Sobald dieser vorliegt, stellt die Gemeinde die Baugenehmigung aus“, teilte Bürgermeister Peter Volgger auf Anfrage mit. <BR /><BR />Mit 12.424 Kubikmetern unterschreitet das Projekt die Grenze von 12.500 Kubikmetern – das bedeutet, dass keine aufwendige Umweltverträglichkeitsprüfung UVP mehr notwendig ist.<h3>Fristen durch Betten-Stopp</h3>Zugleich greifen die Bestimmungen zum Betten-Stopp: „Sobald die Baugenehmigung ausgestellt ist, muss innerhalb eines Jahres der effektive Baubeginn erfolgen. Innerhalb von drei Jahren nach der Baubeginnmeldung muss das Projekt fertiggestellt sein“, erklärt Volgger. <BR /><BR />Wegen des Betten-Stopps verfallen früher erworbene Bettenrechte in Tourismuszonen Ende September 2026, falls bis dahin keine Baugenehmigung vorliegt. Sterzing gehört zu den Gemeinden, die autonom über die Verlängerung bestehender Bettenrechte entscheiden können.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1306425_image" /></div> <BR /><BR />„Der Betten-Stopp hat unsere Planung nicht beeinflusst. Was das Projekt so lange verzögert hat, waren die von der Gemeinde geforderten Parkplätze im Tal. Das war immer der Knackpunkt“, sagt <b>Helmut Messner</b> (im Bild). Den Vorschlag, dass die GmbH das Parkhaus im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft baue, habe die Gemeinde letztendlich abgelehnt. <h3>Spätere Erweiterung theoretisch möglich</h3>„Wir werden in Kürze von der Neuen Rosskopf GmbH ein Grundstück für 40 Parkplätze für eine Million Euro erwerben. Es handelt sich um eine Fläche, die derzeit als provisorischer Parkplatz genutzt wird“, erklärt Messner die Lösung des Problems.<BR /><BR />Auch wenn der geforderte Nachweis das Hotelprojekt verzögert hat, ist Messner überzeugt: „Der Rosskopf muss autofrei bleiben, dieser Meinung waren wir schon immer. Sonst bräuchte man keine teuren Seilbahnen zu bauen. Da in der besagten Tourismuszone ein Bauvolumen von rund 30.000 Kubikmetern zulässig ist, ist eine spätere Erweiterung des Hotels nicht ausgeschlossen, dann wäre jedoch ein UVP-Verfahren erforderlich“.<BR /><BR />Zu den Gesellschaftern der Rosskopf Mountain GmbH gehört übrigens auch die Neue Rosskopf GmbH, „und zwar von Anfang an“, betont Messner. <h3>„Wichtiges Puzzlestück für Entwicklung des Berges“</h3>„Das Hotel wird als ein wichtiges Puzzlestück für die zukünftige Entwicklung des Berges gesehen. Und auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheinen mag, ist Sterzing touristisch unterentwickelt und verträgt diese 120 Betten allemal – der Rosskopf genauso“, sagt Messner.<h3> Ein Projekt mit langer Vorgeschichte</h3>Schon seit mehr als 15 Jahren gibt es Pläne für ein Hotel am Rosskopf. Das Projekt wird von der Rosskopf Mountain GmbH, einer 2010 gegründeten Gesellschaft, vorangetrieben. Sie will den Freizeitberg damit touristisch aufwerten. Frühere Pläne für eine Anlage unterhalb des Sterzinger Hauses wurden bereits von Baukommission, Gemeinderat und Landesbeirat positiv bewertet. <BR /><BR />Allerdings kam es zu Verzögerungen: 2015 musste die vorgesehene Tourismuszone wegen eines Wasserschutzgebiets verlegt werden. 2017 wurde schließlich eine neue Hotelzone im Bauleitplan ausgewiesen. Das Hotel soll auf etwa 1.890 Metern am Hang unterhalb des Sterzinger Hauses (unten im Bild) gebaut werden, in etwa dort, wo im Sommer die Lamas weiden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1306428_image" /></div>